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| 2. | Vorkommen und Eigenschaften |
Lutetium kommt in der Natur in Form von zwei natürlichen Isotopen vor: Lutetium 175 ist am häufigsten (97,4 Prozent), Lutetium 176 ist radioaktiv und hat eine Halbwertszeit von 3,8×1010 Jahren. Bekannt sind mehr als 30 künstliche Isotope, die alle radioaktiv sind und Halbwertszeiten zwischen wenigen Millisekunden und 3,6 Jahren haben. Unter den Elementen der Erdkruste steht Lutetium an 60. Stelle. Es kommt in der Natur nur in gebundenem Zustand vor, fast immer in Begleitung anderer Seltenerdmetalle, insbesondere von Yttrium. Lutetiumhaltige Erze sind z. B. Samarskit, Xenotim und Gadolinit.
Reines Lutetiummetall wird an der Luft langsam vom Luftsauerstoff zu Lutetium(III)-oxid (Lu2O3) oxidiert. Mit Wasser bildet sich Lutetium(III)-hydroxid und Wasserstoff:
2Lu + 6H2O → 2Lu(OH)3 + 3H2.
Lutetium schmilzt bei 1 652 °C und siedet bei 3 327 °C. Seine Dichte liegt bei 9,84 Gramm pro Kubikzentimeter, seine Atommasse beträgt 174,97 u.
In seinen meist weißen oder farblosen Verbindungen tritt Lutetium fast ausschließlich mit der Oxidationszahl +3 auf. Beispiele dafür sind die Halogenide Lutetium(III)-fluorid (LuF3) oder Lutetium(III)-chlorid (LuCl3).