Yucatán
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Yucatán
3. Bevölkerung und Wirtschaft

Die größte Stadt der Halbinsel ist Mérida, Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán. Weitere größere Städte sind Campeche, die Hauptstadt des gleichnamigen Staates, sowie Belmopan, Hauptstadt von Belize. Im trockenen Norden der Halbinsel hat sich eine bedeutende Industrie auf der Basis der dort angebauten Henequen-Agave (Agave fourcroydes) entwickelt; die Blätter dieser Pflanzen liefern sisalhanfartige Fasern, die man zur Herstellung von Schnüren und Seilen verwendet. Die Küstenbevölkerung lebt überwiegend vom Fischfang und der Fischverarbeitung. In jüngerer Zeit wurden vor der Westküste im Golf von Campeche ertragreiche Ölquellen entdeckt.

In den Waldgebieten des niederschlagsreicheren Südens werden – vorwiegend unter staatlicher Kontrolle – Mahagoni und andere Edelhölzer geschlagen. Auch die Landwirtschaft spielt dort eine wichtige Rolle; angebaut werden vor allem Kaffee, Mais, Baumwolle, Zuckerrüben und Tabak. Die wichtigsten Exportgüter sind neben den Henequen-Fasern der Chiclegummi, der zur Kaugummiherstellung dient. Einer der wichtigsten Wirtschaftszweige ist der Tourismus. Die Stadt Cancún wurde in den siebziger Jahren mit Förderung durch die mexikanische Regierung zu einem bedeutenden Badeort an der Karibikküste ausgebaut. Darüber hinaus ziehen die zahlreichen Mayastätten, vor allem Chichén Itzá, Uxmal, Tikal, Uaxactun und Calakmul, viele Besucher an. Einige dieser Stätten gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe.