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| 4. | Techniken der Metallverarbeitung |
Die Techniken der Metallverarbeitung entwickelten sich langsam und lange Zeit nur in Zusammenhang mit dem Fortschritt der Metallurgie, dem Gewinnen einer Metallmasse aus der Erde. Inzwischen glauben die Wissenschaftler, dass sich die Metallurgie bald nach der Sesshaftigkeit von Menschen entwickelt hat. Die erste Region des europäisch-vorderasiatischen Kulturraumes, wo Menschen sesshaft wurden, soll das nordöstliche Persien (heute Iran) gewesen sein, wo es viel Kupfer, metallhaltiges Gestein, Malachit (ein Mineral, das Kupfer enthält) und Holz für Schmelzöfen gab. Zuerst verwendeten sie das lokal abgebaute Kupfer, und als man andere Metalle entdeckte, wurden Varianten der ersten Schmelztechniken auf sie angewendet. Diese Techniken wurden zwar im Nordosten Persiens entwickelt, doch die Produkte und möglicherweise auch die Hersteller wurden durch Handel und Auswanderungen in andere Gebiete Vorderasiens hineingetragen. Die Schmelztechniken verbreiteten sich unter den Kulturen der Täler Mesopotamiens, über den Westen Persiens und entlang der östlichen Mittelmeerküste nach Ägypten, über Nordafrika und weiter nach Spanien. Eine andere Strecke führte vom Westen Persiens nach Anatolien und von dort über den Hellespont nach Europa. Diese Verbreitung nahm im 5. Jahrtausend v. Chr. ihren Anfang und dauerte über 2 000 Jahre.
| 1. | Frühe Techniken |
Die frühesten Metallarbeiten waren aus Kupfer und gehen möglicherweise bis in das 11. Jahrtausend v. Chr. zurück. Damals benutzte man kleine Brocken einheimischen Kupfers, das man entweder aus Flüssen oder aus dem Boden gewann. Diese Brocken wurden durch Zermalmen und Klopfen zu Schmuck geformt.
| 1.1. | Das Glühen |
Um 5000 v. Chr. entdeckte man, dass diese Brocken durch Hämmern bearbeitet werden konnten, wenn die Masse rotglühend erhitzt wurde und man sie dann abkühlen ließ. Wiederholte man diesen Vorgang mehrmals während des Hämmerns, blieb das Metall weich und biegsam. Für diesen Prozess, der als Glühen bezeichnet wird, erzeugte das gewöhnliche Holzfeuer genügend Hitze.
| 1.2. | Das Schmelzen |
Als nächster Schritt folgte die Entwicklung des geschlossenen Tonbrennofens mit zwei Kammern, der größere Hitze erzeugte als offene Feuer, die nur für das Brennen von Töpferarbeiten geeignet waren. Diese Öfen entstanden wahrscheinlich vor 4000 v. Chr. und ermöglichten rund 500 Jahre später das Schmelzen kleinerer Stücke von Kupferglanz, Kupferkies und kupferhaltigem Malachit. Schließlich konnte man große Mengen von Kupfererz in Brennöfen schmelzen. Als Eisenerze gefunden wurden, kam es zu einer bedeutenden Vermehrung der Kupfer- und Eisenvorräte und der Herstellung von Metallgegenständen. Das durch Schmelzen erzeugte Kupfer wurde nach wie vor durch Zermalmen und Klopfen zu kleinen Werkzeugen und Schmuckstücken verarbeitet. Man hat jedoch Waffen und Werkzeuge der späten vordynastischen Zeit in Ägypten (um 3200 bis ca. 3100 v. Chr.) gefunden, die aus geschmolzenem Kupfer gegossen wurden. In Ur in Mesopotamien wurden in den Königsgräbern der 1. Dynastie (um 3100 bis 2907 v. Chr.) wundervoll gearbeitete Gegenstände aus Gold, Silber, Elektrum, Kupfer und sogar primitiver Bronze ausgegraben. Diese Gegenstände wurden entweder mit der Methode des „Offenen Gusses” oder als „Verlorene Form” gegossen.
| 1.3. | Legierungen |
Die Kenntnisse über das Schmelzen führten dazu, dass man einfache Legierungen herstellen konnte, indem man verschiedene Erze während des Schmelzprozesses miteinander vermischte. Dem ging um 3000 v. Chr. eine Übergangsperiode voraus, in der beobachtet wurde, dass aus vermischten Erzen (Gesteinen, in denen ein oder mehrere verschiedene metallische Komponenten enthalten sind) ein höherwertiges Metall entstand.
| 1.4. | Anwendung von Techniken |
Bis 2500 v. Chr. hatte man alle Metall verarbeitenden Techniken entwickelt, die bereits auf andere Metalle wie Silber angewendet worden waren. Zum Formen verwendete man das heiße und kalte Schmieden oder Treiben, woraus sich das Hämmern und Hochtreiben entwickelte, für das glatte Hämmer aus Hämatit verwendet wurden. Daneben waren Glühen und Zermalmen bekannt, das zum Polieren und Abschleifen zur Spiegelproduktion nötig war. Weitere Techniken waren das Zusammenfügen dünner Metallblätter mit umgebogenen Säumen oder Nieten, die gelötet wurden.
Nach der Entdeckung des Schmelzens schlug man die Metallklumpen zu flachen Scheiben. Eine Schlagevorrichtung war notwendig, bis im späten 17. Jahrhundert das Mahlwerk erfunden wurde, das die Metallscheiben mechanisch herstellte.
Zwar sind für die industrielle Metallverarbeitung andere Methoden wie das Drehen erfunden worden, doch für handwerkliche Zwecke waren und sind das Verbinden, das Schlagen, das Glühen, das Ziehen und das Gießen die Methoden, mit denen Metall geformt wird. Sie wurden vermutlich zuerst von den Bauerngesellschaften in der Hügelregion im Nordosten Persiens in der Jungsteinzeit entwickelt.
| 2. | Ziertechniken |
Als durch Handel das veredelte Rohmaterial in die städtischen Kulturen Persiens, Mesopotamiens und Ägyptens gelangte, entwickelten sich vermutlich die schönsten Ziertechniken. Zugleich entstand allmählich ein neuer Handwerkszweig, die Goldschmiede- und Silberschmiedekunst.
| 2.1. | Repoussé |
Die Verzierung von Metallen wird durch ihre Geschmeidigkeit ermöglicht. Die frühesten Formen entstanden wahrscheinlich aus dem Prozess des Treibens, mit dem man auch Metalle formte. Es ist möglich, Metall durch Schläge auf die Oberfläche (oder bei Metallblechen von unten) zu durchfurchen. Dadurch entsteht die schöne Wirkung der parallelen Rillen, die man auf Kupferbechern und Kupferschalen sehen kann, wie sie in den Königsgräbern von Ur in Mesopotamien gefunden wurden. Hämmert man an bestimmten Stellen, so kann man ganze Reliefbilder erzeugen. Diese unter der Bezeichnung Repoussé bekannte Technik ist über 4 000 Jahre lang angewandt worden. Am weitesten hat sie sich im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts bei der Herstellung von wertvollen Gold- und Silberutensilien für Kirchen und für den Hausgebrauch entwickelt.
| 2.2. | Gravieren und Ziselieren |
Gerade Muster können auf Oberflächen auch erzeugt werden, indem man einen schmalen Metallstreifen mit einem Schneide- oder mit Gravierwerkzeug entfernt oder die Oberfläche mit einer stumpfen Spitze eindrückt und entlang der Linie hämmert, so dass kein Metall entfernt werden muss. Die erste Technik heißt Gravieren, die andere Ziselieren. Beide werden nur bei Edelmetallen angewendet.
| 2.3. | Mattieren, Ätzen und Oxidieren |
Eine andere Methode der Oberflächenveränderung ist, sie mit sich wiederholenden Mustern schraffierter Linien einzudrücken (auch dies wird bei Edelmetallen gemacht) und so bestimmte Flächen zu mattieren oder aufzubrechen, damit sie einen Kontrast zu den anderen Flächen bilden, die man glänzend belassen hat. Eine weitere Methode zur Verdunkelung ausgewählter Flächen ist, sie mit Säure zu ätzen, eine Technik, die meist bei Rüstungen aus Stahl und den Stahlbestandteilen von Waffen angewandt wird. Im 19. Jahrhundert wurde ein langsamer Oxidationsvorgang entwickelt: Mit Hilfe von Schwefel wurde auf glänzenden Silberoberflächen ein feiner Verdunkelungseffekt erzielt.
| 2.4. | Vergoldung und Intarsien |
Man kann luxuriöse, dekorative Wirkungen erzielen, wenn man ein Metall mit einem anderen überzieht, wie z. B. beim Vergolden oder Teilvergolden von Silber-, Bronze- und Stahlgegenständen. Eine andere Möglichkeit ist, ein Metall in ein anderes einzulegen, indem Silber- und Golddrähte in Messing und Bronze eingearbeitet werden. Diese Technik wurde im Mittelalter in der arabischen Welt bevorzugt und als Damaszieren bezeichnet. Die Bezeichnung leitet sich aus dem Namen der syrischen Stadt Damaskus ab, die besonders berühmt für Metallintarsienarbeiten war. Im 1. Jahrtausend v. Chr. wurden auch chinesische rituelle Bronzegefäße mit Gold- und Silbereinlagen auf hohem Niveau versehen.
| 2.5. | Granulation und Filigran |
Die Granulation ist eine Oberflächenverzierung, die für Schmuck eingesetzt wird und nur bei Gold- und Silberarbeiten möglich ist. Dabei werden Goldkügelchen auf Goldoberflächen gelötet. Die schönsten solcher Arbeiten wurden im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. von den Etruskern gefertigt. Die Kügelchen waren so winzig, dass die Oberfläche des Goldes wie ein Haarflaum wirkte.
Filigranarbeiten kann man sowohl aus Gold wie auch aus Silber herstellen. Mit winzigen Kabeln, die aus zwei- oder dreifädigen, gezwirnten oder geflochtenen Gold- oder Silberdrähten bestehen, werden Durchbruchmuster erzielt. Im 16. und 17. Jahrhundert waren Filigranarbeiten bei der Verzierung von Vasen und Trinkgefäßen besonders in Italien und Deutschland beliebt. Das gleiche gilt für Arbeiten des 18. und 19. Jahrhunderts aus Südamerika. In den russischen und skandinavischen Ländern wird Filigran nach wie vor als ländliches Handwerk betrieben und bei der Herstellung von Kästchen, Spiegelschränken und bäuerlichem Schmuck eingesetzt. Diese Arbeiten sind zerbrechlich und müssen deshalb meist mit Stützmaterial versehen werden.
Ähnliche Effekte mit durchbrochen gearbeiteten Metallbändern werden als ajouré bezeichnet und meist zur Verzierung von Haussilber und Schmuckstücken benutzt. Dabei werden Muster in das Metall geschnitten oder gebohrt. Am beliebtesten war ajouré vom ausgehenden 17. Jahrhundert bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts. Umgekehrt können gehobene Muster dadurch erzeugt werden, dass man kleine Gussstücke oder ausgeschnittene Motive auf eine flache Oberfläche lötet; das ist eine Ziertechnik, die bereits über 4 000 Jahre hinweg eingesetzt wurde.
| 2.6. | Verzierungen mit anderen Materialien |
Seit über vier Jahrtausenden hat es in jeder Kultur schmückende Metallarbeiten gegeben, die mit anderen Materialien kombiniert werden. Dazu gehören Edelsteine und Halbedelsteine, Glasuren, seltene Hölzer, Elfenbein, Jade und Bernstein sowie Niello (ein schwärzlicher Überzug auf Silber aus Blei, Schwefel oder Salmiak). In der Antike wurden feierliche Einrichtungsgegenstände ebenso verziert wie der persönliche Schmuck und Kultutensilien.
| 3. | Metallarbeiten als Kunsthandwerk |
Betrachtet man die Verwendung von Metallen in der Kunst, so muss man berücksichtigen, dass es erst seit der industriellen Revolution eine deutliche Unterscheidung zwischen maschinell hergestellten Gebrauchsgegenständen und handgearbeiteten Ziergegenständen gibt. Bis in die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde notwendigerweise alles von Hand hergestellt. Auch die Gebrauchsgegenstände, die eigentlich nur nützlichen Zwecken dienen sollten, waren fast immer so geformt und verziert, dass sie eine ästhetische Wirkung hatten.
| 4. | Gold |
Man kann Goldstaub und kleine Goldklumpen (siehe Gold) in vielen Teilen der Welt entweder an der Erdoberfläche oder in Bächen und seichten Flüssen finden. Seit frühen Zeiten ist es wegen seiner Schönheit und Weichheit zur Herstellung von Kultgegenständen von Interesse.
| 4.1. | Gold in der Antike |
Die ältesten Gegenstände aus Gold waren Kügelchen, die man in Gräbern im antiken Ägypten gefunden hat und die möglicherweise aus einer Zeit vor dem 6. Jahrtausend v. Chr. stammen. In den ägyptischen Wüstengebieten zwischen dem landwirtschaftlich genutzten Land am Ostufer des Nils und dem Roten Meer gab es ebenso wie in Nubien südlich von Ägypten reichlich Gold. Durch die Ausgrabung vieler Ruinenstädte in den letzten 200 Jahren hat sich ein umfassendes Bild von den antiken ägyptischen Goldarbeiten dieser 4 000 Jahre währenden Kultur ergeben. Im alten Reich (ca. 2755 bis 2255 v. Chr.) war der Besitz von Gold den Pharaonen, in späterer Zeit dem Adel und dem Priestertum vorbehalten. Gold wurde für Kopfschmuck, Kolliers und Brustschmuck, Ringe, Ohrringe und Armbänder, für besondere Einrichtungsgegenstände und auch als Zehen- und Fingerschutz und Festbekleidung verwendet. Gold wurde auch für die Insignien königlicher Macht, wie den Dreschflegel, das Zepter, den Thron, für Trinkbecher und bei der Verzierung von persönlichen Waffen verwendet. Der massive Goldsarg (um 1360 v. Chr., Ägyptisches Museum in Kairo), der 1922 im Grab des Pharaos Tutanchamun entdeckt wurde und 1 128,5 Kilogramm wiegt, zeugt von den bedeutenden Mengen Gold, die zur Zeit der 18. Dynastie den Goldschmieden des Königs zur Verfügung standen. Die Römer, die im 1. Jahrhundert v. Chr. mit dem Ägyptischen Reich während der Herrschaft von Kleopatra politische und wirtschaftliche Beziehungen hatten, bestaunten den Goldreichtum der Königin. In der ägyptischen Stadt Alexandria wurden viele goldene Utensilien und Verzierungen sowie ein Übermaß von Luxusgütern aus Gold für den gesamten Mittelmeerraum hergestellt. Als Ägypten nach dem Einmarsch von Caesar 43 v. Chr. römische Provinz wurde, brachten wandernde Handwerker die Goldschmiedekunst und verwandte Fertigkeiten nach Rom und Pompeji.
Der Gebrauch von Gold in den antiken mesopotamischen Kulturen von Sumer, Babylon, Assyrien und später Syrien, in Persien, in Anatolien und Griechenland verlief parallel zur großen ägyptischen Goldschmiedekunst, wenn auch jede Kultur ihre eigenen künstlerischen Traditionen besaß. Bedeutend war die Goldschmiedekunst der minoischen Kultur (siehe Kreta), während der Schmuckstücke in feinster Filigran- und Granulationstechnik entstanden. Bei den Etruskern erreichte die Goldschmiedekunst im 7. Jahrhundert v. Chr. ihren Höhepunkt. Auch die Häuptlinge skythischer Nomadenstämme, die durch Gebiete zogen, die sich vom unteren Donaubecken in Europa bis nach Kasachstan in Kleinasien erstreckten, besaßen Gold, das sie durch ihre ausgedehnten Handelsbeziehungen erwarben und zu Halsringen und persönlichen Gebrauchsgegenständen wie Trinkschalen und Dolchen auf hohem Niveau verarbeiteten.
| 4.2. | Gold in Europa |
Die in der Antike geltenden Einschränkungen für den Gebrauch von Gold wurden im Römischen, danach im Byzantinischen Reich (siehe Römisches Reich, Byzanz) und in den europäischen Königreichen beibehalten. In den europäischen Kolonien galten dieselben Gebrauchsbeschränkungen. Noch immer ist das Gold religiösen Gegenständen und staatlichen Insignien (insbesonders Krone, Zepter und Siegel), Eheringen und persönlichem Schmuck sowie Preisen und Trophäen vorbehalten.
Das große, goldene, emaillierte Salzfass (1540, Kunsthistorisches Museum, Wien), das Benvenuto Cellini für Franz I. von Frankreich anfertigte, deutet nicht auf den verschwenderischen Umgang mit diesem wertvollen Material hin, sondern verweist auf die Bedeutung des Inhalts, da Salz zu jener Zeit noch immer ein wertvoller Rohstoff war. Bei Gegenständen des Hausgebrauchs, etwa bei Trinkbechern, war es aus Gründen des Gewichts und der Empfindlichkeit des Goldes viele Jahrhunderte lang üblich, Silbergefäße zu vergolden. Zu feierlichen Anlässen wurden jedoch an den Fürstenhöfen weiterhin Gegenstände aus reinem Gold benutzt.
| 4.3. | Gold in Afrika und der Neuen Welt |
Auch in den Königreichen an der Küste Westafrikas, mit denen portugiesische Forscher im 15. Jahrhundert in Berührung kamen, war Gold Häuptlingen und Edelleuten weniger aus Gründen der Eitelkeit, sondern wegen seiner mythischen Macht und Anziehung vorbehalten, die nur ausgewählten Personen oder einer Eliteklasse zugänglich sein sollten.
Die spanischen Eroberer von Mexiko und dem südamerikanischen Inkareich waren nicht nur über die Mengen von Gold erstaunt, die sie dort vorfanden, sondern auch darüber, dass es in diesen Kulturen kein begehrtes Material war. Zwar wurde Gold für religiöse und rituelle Kunstwerke verwendet, die oft groß und massiv waren, doch schätzten diese sonnenverehrenden Kulturen nur die Farbe des Materials und nicht seinen ideellen und materiellen Wert. Der bedeutende deutsche Renaissancemaler und Graphiker Albrecht Dürer, der während seines Aufenthalts in Antwerpen 1521 Gold und andere Schätze aus der Neuen Welt sah, beschreibt in seinen Tagebüchern die ungewöhnlichen Formen und den hohen künstlerischen Wert dieser Goldarbeiten, die ihm doch recht fremdartig anmuteten.
| 4.4. | Gold in China |
Gold aus bescheidenen einheimischen Funden wurde in China meist für Intarsia während der späten Chou-Periode (um 500 bis 250 v. Chr.) verwendet. Wo auch immer Verbindung zu den westlichen Kulturen bestand, konnten größere Mengen Gold China erreichen und wurden dort mit besonderer Sorgfalt verarbeitet. Seidenhändler der früheren Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) verlangten von den Händlern, die das Römische Reich mit Luxusgütern versorgten, die Bezahlung in Gold.
| 4.5. | Die Tang-, die späte Yüan-, die Ming- und die Ch’in-Dynastie |
Während der Han-Dynastie wurden Granulationsarbeiten hergestellt, die ihre Vorbilder in westlichen Schmuckgegenständen hatten und die mit der Methode der Verlorenen Form gegossen wurden, eine Technik, die in China bereits sehr früh mit Bronze angewandt wurde. Typisch für die Ming-Periode sind die feinen Durchbrucharbeiten bei Kopfschmuck und Diademen, die oft mit Filigranarbeiten und Juwelen verziert waren und federnd an Drähten hingen, so dass sie zitterten, wenn ihr Träger sich bewegte.
| 5. | Silber |
In der Region, die in der Antike Pontus hieß und an die Südküste des Schwarzen Meeres in der heutigen Osttürkei reichte, begann man, Silber durch das Schmelzen von Galenit herzustellen, einem Erz, das Blei und einen geringen Anteil Silber enthielt. Eventuell waren reisende Kupferschmelzer die ersten, die den metallischen Gehalt von Galenit entdeckten, das wie Silber glitzerte. Die Entdeckung, dass das Blei bei längerem Glühen verbrennt und kleine Silberkügelchen übrig bleiben, war vermutlich reiner Zufall.
| 5.1. | Silber in der Antike |
Die zielgerichtete Gewinnung von Silber aus Blei wurde offenbar gegen Ende des 3. Jahrtausends v. Chr. beherrscht. In den Königsgräbern in Ur wurden Silbergegenstände gefunden, die unterschiedliche Anteile an Blei enthielten und mit denselben Techniken gefertigt wurden, die auch für Gold und Kupfer eingesetzt worden waren. In der sumerischen und den späteren Kulturen des Nahen Ostens war Silber denselben Zwecken und Klassen vorbehalten wie Gold. Im 2. Jahrtausend jedoch wiesen Tempelpriester das Silber den Kaufleuten zu, um es im Ausland gegen große Mengen Kupfer zu tauschen; kleine Silberstücke eines bestimmten Gewichts bekamen einen festgelegten Wert zugewiesen. Am Ende dieser Entwicklung stand das Münzwesen. Bis in die späte Römische Republik (bis 27 v. Chr.), als die großen in Rom verfügbaren Mengen an Silber das Metall zum Tauschmittel für Handel und als Zeugnis von Reichtum machten, war der Gebrauch von Silber beschränkt. Der Besitz von Bechern, Löffeln, Weinkelchen und sogar Tischen und Badewannen in massivem Silber, die oft kunstvoll mit Repoussé- und Gussdekorationen versehen waren, war nur gesellschaftlich privilegierten Schichten im Römischen Reich, aber auch wohlhabenden ehemalige Sklaven möglich.
| 5.2. | Silber in Europa |
Obwohl Silber im frühen europäischen Mittelalter knapp war, prägten viele Königreiche und Fürstentümer Silbermünzen als Währung. Für die Kirchen waren Silberkelche, silberne Bibeleinbände und anderes liturgisches Gerät vorhanden. Das meiste neue Silber stammte aus den Silberminen in Österreich und Deutschland. Nach 1550 kam Silber aus spanischen Minen Südamerikas hinzu. Das einfache Bürgertum besaß bescheidene Gegenstände wie Silberlöffel oder hölzerne Trinkschalen mit Silberrand. Die wohlhabenderen Schichten brachten ihren Reichtum durch den Besitz und die Zurschaustellung von silbernen Salzfässern, Serviergeschirr, Tellern, Bechern und Tassen zum Ausdruck. Bis ins 17. Jahrhundert hatte sich der Begriff des Tafelsilbers in Europa gefestigt. Ende des 17. Jahrhunderts waren silberne Lampenständer, silberne Möbel bis hin zu Orangenbaumkübeln kurze Zeit so beliebt, dass das Silber knapp wurde. Daraufhin wurde der Gebrauch von Silber allgemein auf Ess- und Trinkutensilien beschränkt. Im 19. Jahrhundert wurden silberne Serviergegenstände wie Terrinen, Tee- und Kaffeeservice, Kerzenhalter und Tafelaufsätze modern. Heute werden diese Gegenstände oft aus Silberersatz wie Niederlegierungen („Hotelsilber”), aus versilberten Kupfer-Zinn-Nickel-Legierungen („Alpaka”) oder aus rostfreiem Stahl gefertigt, da ein großer Teil des abgebauten Silbers in der Industrie verbraucht wird. Eine wachsende Zahl von Silberschmieden fertigt bis heute sakrale und weltliche Gegenstände aus Silber.
| 5.3. | Silber in China |
Im Fernen Osten, während der Tang-Dynastie in China und später im 16. Jahrhundert, wurden Handelsgüter gegen europäische Silberbarren oder Münzen verkauft. Dieser Gewinn an Edelmetall wurde gut genutzt. Silberbecher, Schalen und Geschirr der Tang-Dynastie wurden mit eingravierten Goldblattmustern von außergewöhnlicher Schönheit verarbeitet.
| 6. | Bronze |
Die Herstellung von Bronze, einer Legierung aus Kupfer und Zinn, war um 1500 v. Chr. auf dem ganzen europäischen Festland verbreitet. Kleine Mengen einfacher Bronze, die man in frühen sumerischen Gräbern gefunden hat, resultieren wahrscheinlich aus dem Schmelzen natürlich gemischter Erze. Zinn- und Kupfererze gab es in Europa jedoch reichlich. Die Archäologen sind sich darüber einig, dass gegen Ende des 3. Jahrtausends v. Chr., obwohl das Schmelzen von Kupfer durch Beziehungen zum Nahen Osten weit verbreitet war, Zinn- und Kupfererze zusammengeschmolzen wurden, um das zu erzeugen, was als eine höhere Form des Kupfers betrachtet wurde. Die neue Substanz Bronze war flüssiger, solange sie heiß war, und im abgekühlten Zustand härter. Man konnte Bronze leichter gießen als Kupfer und daraus bessere Werkzeuge und Waffen herstellen. Bald kam eine Verbesserung der Mischmethode auf, bei der Zinn und Kupfer erst getrennt geschmolzen und dann in bestimmten Verhältnissen zusammengeschmolzen wurden. Das Zinn gelangte durch europäische Händler nach Osten.
| 6.1. | Bronzearbeiten in der Antike |
Sowohl in Europa als auch im Nahen Osten wurde Bronze hauptsächlich für Waffen und Schneidewerkzeuge wie Schwerter, Speere, Pfeilspitzen, Schilder und Beile benutzt. Doch wurden auch Schalen und große Kessel aus Bronze hergestellt. Im 1. Jahrtausend wurde Bronze in Griechenland und später in Rom besonders hoch geschätzt, um kostbare und elegante Einrichtungsgegenstände wie Dreifüße, Bett- und Tischrahmen, Öllampen und hohe Lampenständer herzustellen, die oft mit vorstehenden Tier- und Blattapplikationen verziert waren.
| 6.2. | Bronzearbeiten in China |
In China scheint Bronze fast ausschließlich für Glocken, Spiegel und Gefäße in einer Vielfalt vorgeschriebener Formen für religiöse Riten, aber auch für Waffen und die Verzierung von Pferdegeschirren und Streitwägen benutzt worden zu sein. Diese erste Bronzezeit in China dauerte von der Mitte der Shang-Dynastie (um 1500 v. Chr.) bis zum Ende der Ch’in-Dynastie (206 v. Chr.). Die rituellen Bronzegefäße werden heute besonders wegen ihrer edlen Formen und ihrer abstrakten, geradlinigen Verzierungen bewundert, die aus standardisierten schlanken Masken und mythischen Gestalten wie Drachen bestehen. Die Gefäße wurden aus Formen gegossen, auf deren Innenflächen Verzierungen eingebrannt waren, die dann entsprechend auf dem gegossenen Gefäß erschienen.
| 6.3. | Bronzearbeiten in Europa |
Nachdem spätestens im 7. Jahrhundert Bronze als Material zur Herstellung von Waffen durch Eisen ersetzt wurde, blieb Bronze nur noch als Material für Künstler in Gebrauch. In Rom wurden griechische Bronzestatuen, bronzene Vasen und Weingefäße, die manchmal sehr groß und kunstvoll vergoldet waren, hergestellt. Die umherziehenden Stämme, die allmählich die römische Macht in Europa brachen, verwendeten Bronze immer noch für Schilder, Schalen, Schnallen und Spangen, die häufig mit Intarsien aus bunten Steinen oder opaker Glasur versehen waren. Bei Kircheneinrichtungen wurde Bronze nach wie vor für größere Gegenstände wie Kerzenhalter, Taufbecken und Truhen verwendet. Berühmte Skulpturen der Renaissance sind Lorenzo Ghibertis vergoldete Bronzetüren („Paradiestüren”, 1425-1450) für das Baptisterium in Florenz, die aus zehn unabhängigen, rechteckigen Täfelungen mit in Hochrelief gegossenen biblischen Szenen bestehen. Viele andere Renaissancekünstler nutzten Bronze für kleinere gegossene Statuen, die häufig an antike Arbeiten angelehnt waren. Dies ist bis heute, neben dem Gießen von Glocken, der Schwerpunkt von Bronzearbeiten geblieben.
Im 18. und 19. Jahrhundert wurden besonders in Frankreich schöne Möbelstücke im Empirestil mit feuervergoldetem Bronzezubehör („Ormoulu”) in Form von hohen und reich verzierten, gegossenen Einfassungen an Rändern, Schubladen und Füßen versehen.
| 6.4. | Bronzearbeiten in Afrika |
In Nigeria wurden zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert in Benin gegossene Bronzeskulpturen in einer hoch entwickelten künstlerischen Technik hergestellt, die mit keinem europäischen Stil verwandt waren.
| 7. | Kupfer |
Eine große Statue (um 2300 v. Chr., Ägyptisches Museum, Kairo) des Pharaos Pepi I. (Regierungszeit um 2395 bis 2360 v. Chr.) der 6. Dynastie, die aus gehämmertem Kupferblech hergestellt wurde, lässt darauf schließen, dass Kupfer häufiger im Kunsthandwerk verwendet wurde, als man allgemein annimmt.
| 7.1. | Kupfer in der Antike |
In Ägypten und in anderen Gegenden der Antike wurde Kupfer als Material für Waffen und Werkzeuge durch Bronze verdrängt. Man benutzte es aber nach wie vor für Geschirr, Becher und leichte Haushaltsgegenstände. Als notwendiger Bestandteil von Bronze und später als verstärkendes Metall in Silber- und Goldlegierungen hatte Kupfer immer Bedeutung.
| 7.2. | Kupfer und Messing in Europa |
Im Mittelalter und später war Kupfer auch als Grundlage für Champlevé (Email) von Bedeutung, da seine Weichheit die Ausschabung kleiner Flächen erleichterte, die dann mit farbiger Glasmasse gefüllt wurde. Kupfer ist zusammen mit Zink Bestandteil von Messing. In der Stadt Dinant (im heutigen Belgien) wurde im Mittelalter Messinggeschirr mit hervorstehenden Verzierungen hergestellt und in beträchtlichen Mengen exportiert. Produktivster Hersteller von Messingwaren waren die Niederlande. Ähnlich wurde Messing im islamischen Osten für großes Geschirr verwendet. Östliche Handwerker, die sich im 15. Jahrhundert in Venedig niederließen, stellten gut verarbeitete Schalen, Wasserkrüge, Geschirr und Kerzenhalter her, die mit kunstvollen orientalischen Verzierungen in Gold und Silber damasziert waren. Die Tradition der venezianischen Kunsthandwerker, die nach der Mitte des 16. Jahrhunderts Verzierungsstile aus der Renaissance verwendeten, dauert bis heute an. Im 17. Jahrhundert wurden in den Niederlanden und in England große Messingkerzenhalter hergestellt, die im 18. Jahrhundert auch in den frühen Siedlerhäusern in Nordamerika gefunden wurden. Bei den Möbeln dieser Siedler waren auch Messinggriffe an Schubladen modern. Im 20. Jahrhundert wird Messing nach wie vor für Vorrichtungen wie Türklopfer, Türschwellen, Briefkästen, Kerzenhalter und Kaminzubehör verwendet.
| 8. | Blei und Zinngeschirr |
Die Römer, die durch ihr Feinen (Feinbrennen) von Silber einen großen Vorrat an Blei zur Verfügung hatten, benutzten dies hauptsächlich für Gebrauchsgegenstände. Blei ist sehr weich und leicht zu verarbeiten und wurde für Dächer, Särge, Wasserzisternen, Leitungen und Rohre benutzt.
| 8.1. | Blei |
Im Mittelalter wurde Blei (das erst später als giftig erkannt wurde) in Europa für architektonische Außenverzierungen verwendet. In England wurde es häufig für die Enden der Regenrinnen und für Dachbedeckungen eingesetzt. Vom 12. bis zum 15. Jahrhundert wurden bleierne Taufbecken mit gegossener Verzierung hergestellt. Im 17. Jahrhundert kamen Gartenstatuen aus Blei in Mode und erfreuten sich bis ins 18. Jahrhundert großer Beliebtheit. Im 16. Jahrhundert benutzten deutsche Gold- und Silberschmiede aus Blei gegossene Reliefplatten, um Muster an andere Goldschmiede weiterzugeben. Diese Reliefplatten wurden in viele Teile Europas exportiert. Sie gaben aber auch alle Details der von Bildhauern aus Holz gearbeiteten oder aus weichem Stein gehauenen Originale getreu wieder und werden heute als Antiquitäten gesammelt.
| 8.2. | Zinngeschirr |
Die Römer waren durch ihre Provinzen auf der Iberischen Halbinsel und von den britischen Inseln mit Zinn versorgt. Zinn war ein wichtiger Bestandteil von Bronze. Als es ab dem 3. Jahrtausend n. Chr. mit Blei vermischt wurde, entstand das erste Hartzinn. Davon sind jedoch nur einige hundert Stücke römischen Zinngeschirrs erhalten geblieben. Es ist kein anderes frühes Zinngeschirr von der Römerzeit bis zum 14. Jahrhundert bekannt, abgesehen von den Kelchen, die in Priestergräbern im französischen Metz gefunden wurden. Es ist jedoch wahrscheinlich, dass viel Zinngeschirr hergestellt wurde. Nach dem 11. Jahrhundert durften die Kirchen, die zu arm waren, um silbernes Kommuniongeschirr zu besitzen, Zinngeschirr benutzen. Bis sie im 14. Jahrhundert in England gesetzlich besteuert wurde, war die Verarbeitung von Hartzinn ein blühendes Handwerk. Es wurde allgemein für die Herstellung von Ess- und Trinkgefäßen für die unteren Klassen Europas mit Ausnahme Spaniens verwendet.
Wenn das Metall neu ist, ist es silberfarben und stumpft dann zu einem angenehmen, glänzenden Grau ab. Seine Wirkung liegt weniger in der üblichen bescheidenen Verzierung, sondern in seiner Zweckmäßigkeit, da es mit Speisen nicht chemisch reagiert. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde das Zinngeschirr manchmal mit gegossenen Motiven verziert, insbesondere Deckel und Henkel von Humpen. In Deutschland, der Schweiz und Skandinavien erfreuten sich eingebrannte Verzierungen oder mit einem Rad gezogene Wellenlinien großer Beliebtheit.
Amerikanisches Zinngeschirr wird wegen seines Reichtums und seinem Erinnerungswert an die Frühgeschichte des Landes sehr geschätzt. Oft finden sich Daten und die Initialen seiner Besitzer darauf. Altes Zinngeschirr ist aber vergleichsweise selten, da es üblich war, alte oder verformte Stücke zum Zinngießer, als Teil der Bezahlung neuer Ware, zurückzubringen. Im 19. Jahrhundert wurde Hartzinn größtenteils durch versilberte, nicht edle Metalle ersetzt. Doch ist es zu dieser Zeit bei der Herstellung von Haushaltsgegenständen wie z. B. Humpen und Essgeschirr aufgetaucht.
| 9. | Eisen |
In ägyptischen Gräbern sind kleine Schmuckstücke aus Meteoreisen gefunden worden. Dieses Metall ist zweifellos lange Zeit als Gelegenheitsfund geschätzt worden. Doch scheinen die Hethiter aus Anatolien (um 1400 v. Chr.) die ersten gewesen zu sein, die die Herstellung von Eisen aus Erz beherrscht haben. Durch die höherwertigen Waffen, die sie aus Eisen herstellten, waren sie zeitweise ihren Nachbarn militärisch überlegen. Obwohl Eisen ein vielseitiges Metall ist, hat es in Kunst und Kunsthandwerk eine überraschend unbedeutende Verwendungsgeschichte.
In Europa wurde Eisen geschmiedet, also in Form gehämmert, solange es heiß war. Die Schmiede arbeiteten Truhen und Waffen, Türklopfer und Ringe für die Tore von Schlössern und Domen oder Leisten zur Verstärkung von Türen. Im 17. und 18. Jahrhundert waren schmiedeeiserne Geländer mit wundervoll ausgearbeiteten Details modern. Im 16. Jahrhundert wurden Stahlrüstungen oft mit prächtigen Gravuren oder geätzten Motiven verziert. Zu ihrer Herstellung verwendeten die Waffenschmiede einen aus Eisen gewonnenen Stahl und benutzten Techniken, die die Schmiede im Lauf der Jahrhunderte entwickelt hatten. Als sich Mitte des 19. Jahrhunderts die Arts and Crafts-Movement in England entwickelte, wurden hervorragende Arbeiten aus Schmiedeeisen geschaffen.
Die Chinesen waren im 6. Jahrhundert v. Chr. die ersten, die die Technik des Eisengießens beherrschten und in Stückofen Gusseisen erzeugten. In Europa scheint mit Gusseisen experimentiert worden zu sein, als man von den chinesischen Erfolgen mit diesem Handwerk hörte. Erst im 14. Jahrhundert kam es auch hier zu entscheidenden Fortschritten in der Eisenverhüttung. In Deutschland, der Schweiz, Skandinavien und den Niederlanden wurden auch rechteckige Bleche hergestellt, die im Augenblick ihres Gusses mit bildlichen oder abstrakten Reliefs verziert wurden. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde Schmiedeeisen bei Geländern, Balkonen, bei Gartenmöbeln und Verzierungen allmählich durch das billigere Gusseisen ersetzt.