Fledertiere
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Fledertiere
4. Besonderheiten im Körperbau

Von den heute lebenden Wirbeltieren können nur Fledertiere und Vögel aktiv fliegen. Im Gegensatz zu den Vögeln, deren Flügelflächen von Federn gebildet werden, haben Fledertiere Flughäute, die aus dünnen Hautmembranen bestehen. Die beiden Armflughäute werden mit Hilfe der stark verlängerten Mittelhand- und Fingerknochen sowie der Hinterbeine gespannt; die nur bei Fledermäusen vollständig entwickelte Schwanzflughaut erstreckt sich zwischen den Hinterbeinen. Daumen und Füße ragen frei über die Flughäuten hinaus. Bei den Fledermäusen tragen lediglich Daumen und Hinterfußzehen Krallen, die meisten Flughunde haben eine weitere Kralle an ihrem zweiten Finger. Fledertiere können die Wölbung ihrer Flügel erheblich variieren und ihre aerodynamischen Eigenschaften so an die jeweilige Flugphase anpassen. Um klettern oder laufen zu können, legen Fledertiere die Flughäute zusammen. In Ruhephasen werden die Flughäute ebenfalls zumeist zusammengelegt; manche Arten wickeln die Flughäute auch wie eine Decke um ihren Körper. Die Füße sind relativ schwach, und im Gegensatz zu den meisten anderen Säugetieren zeigen die Zehenspitzen nach hinten, was es dem Fledertier ermöglicht, sich mit dem Kopf nach unten festzukrallen; die Zehen werden auch zur Fellpflege eingesetzt. Männchen lassen sich von Weibchen an dem äußerlich erkennbaren Penis unterscheiden. Die zumeist zwei Zitzen der Weibchen befinden sich an der Brust unweit des Schultergelenks.