Persönlichkeit
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Persönlichkeit
1. Einleitung

Persönlichkeit, als allgemein psychologischer Begriff meint Persönlichkeit die Summe der Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster einer Person, also das, was die einzelne Person ausmacht, sie von anderen Menschen unterscheidet.

Denken, Fühlen und Verhalten als solche machen die Persönlichkeit nicht aus, sind aber von wesentlicher Bedeutung. Mit dem Begriff der Persönlichkeit ist die Vorstellung der Vorhersagbarkeit des Verhaltens oder Reagierens einer Person unter verschiedenen Umständen verbunden. Er beinhaltet damit etwas Statisches; demgegenüber geht die moderne Psychologie davon aus, dass sich Persönlichkeiten im Laufe ihres Lebens mehr oder minder stark verändern können. Daneben gibt es das Phänomen der krankhaften Persönlichkeitsveränderung, wie sie im Zusammenhang mit psychischen Prozessen (siehe Persönlichkeitsstörung), aber auch medizinischen bzw. psychosomatischen Problemen (z. B. einem Magengeschwür) auftreten kann.

In den verschiedenen Theorien der Persönlichkeitspsychologie werden unterschiedliche Aspekte in den Vordergrund gestellt. Es herrscht keine Einigkeit darüber, wie die Persönlichkeit strukturiert ist, sich entwickelt und sich im Verhalten manifestiert. Zu den einflussreichsten theoretischen Systemen gehört die Psychoanalyse Sigmund Freuds und anderer Psychoanalytiker. Freud nahm an, dass unbewusste Prozesse (Unbewusstes) das Verhalten einer Person weitgehend bestimmen. Die Person ist sich dieser Impulse und Triebe nicht bewusst; dennoch haben sie die Tendenz, sich durchzusetzen.

So genannte Schichtenmodelle gehen davon aus, dass sich das Individuum aus verschiedenen Persönlichkeitsschichten zusammensetzt, die unterschiedliche Bedürfnisse widerspiegeln: So baut nach Philipp Lersch (Aufbau des Charakters, 1937) auf der körperlichen Schicht, die alle einfachen Gefühle, Affekte und Triebe umfasst, eine (übergeordnete) geistige Schicht auf, die das Denken und Wollen beinhaltet. Auch Platon ging bereits von einem ähnlichen Modell aus, bei dem Kopf (Verstand), Brust (Gemüt) und Unterleib (Begierde) den menschlichen Charakter ausmachen. Allen Schichtenmodellen gemeinsam ist eine strikte Trennung von Geist und Gefühl, die sich aus heutiger Sicht kaum mehr aufrechterhalten lässt.

In der faktoriellen Persönlichkeitspsychologie werden Persönlichkeitsfaktoren mathematisch-statistisch klassifiziert und Hierarchien der einzelnen Komponenten ermittelt, so dass Persönlichkeitsdiagramme erstellt werden können. Diese erweisen sich vor allem für die praktische Arbeit als hilfreich, blenden aber komplexere Zusammenhänge hinter den vordergründigen Persönlichkeitsäußerungen weitgehend aus.