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Bauxit

Bauxit, das wichtigste Aluminiumerz. Bauxit ist ein Gemenge verschiedener Mineralien, vor allem von Gibbsit mit der Formel Al(OH)3 (auch Hydrargillit), Diaspor mit der Formel AlO(OH) und des amorphen Gels Alumogel (auch Sporogelit). Diese Mineralien gehören zu den so genannten Oxidhydraten des Aluminiums, die eine unterschiedlich hohe Anzahl Wassermoleküle enthalten. Im Prinzip lassen sich die Summenformeln dieser Mineralien auch folgendermaßen aufstellen: Gibbsit (Al2O3 3 H2O), Diaspor (Al2O3 H2O) und Alumogel (Al2O3 x H2O). Bauxit enthält etwa 55 bis 65 Prozent Al2O3.

Bauxit ist ein weiches Sedimentgestein (es wird häufig auch zu den „fossilen” Böden gezählt), das bei der tiefgründigen Verwitterung von Carbonatgesteinen (Kalksteine und Dolomite – „Kalk-Bauxit”) und in den Tropen auch von Silicatgesteinen (z. B. Basalt, Syenit – „Silicat-Bauxit”) entsteht. Es ist weißlich, meist aber durch Eisenoxidbeimengungen rötlich bis bräunlich gefärbt.

Aluminium ist mit durchschnittlich etwa 8 Gewichtsprozent das dritthäufigste (nach Sauerstoff und Silicium) Element der Erdkruste, und es ist das häufigste Metall der Erdkruste. Es kommt jedoch in der Natur nicht elementar, sondern nur in Form von Verbindungen vor. So ist Aluminium Bestandteil vieler Feldspäte, Glimmer und Tonminerale. Bauxit ist der weitaus wichtigste Rohstoff zur Gewinnung von Aluminium, aber auch zur Herstellung feuerfester Ziegel, und er dient ferner als Katalysatorträger für verschiedene technische Prozesse.

Bauxit wird in großen Mengen in Australien, in Guinea, auf Jamaika, in Brasilien und in vielen anderen Ländern abgebaut.