Sarawak
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Sarawak
4. Wirtschaft

Der überwiegende Teil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft; die Staatseinnahmen werden jedoch großteils durch die Holzwirtschaft und die Förderung von Erdöl und Erdgas erwirtschaftet (jeweils 32 Prozent, 28 Prozent bzw. 23 Prozent der gesamten Exporteinnahmen). 1910 wurde vor der Küste zum ersten Mal Erdöl entdeckt; heute kommt etwa ein Drittel der gesamten malaysischen Erdölförderung aus Sarawak. Die reichen Erdgasvorkommen des Landes liegen hauptsächlich im Laconiafeld, das vor der Stadt Bintulu (südwestlich Miri) liegt; dort befindet sich das bedeutendste Zentrum der Schwerindustrie und des Erdöl- und Erdgashandels. Sarawak besitzt etwa zehn Millionen Hektar Wald, der Schätzungen zufolge jährlich bis zu zehn Millionen Kubikmeter Stammholz produzieren könnte. Weitere bedeutende Exportprodukte sind Gummi, Palmöl, Kopra (siehe Kokospalme), Kakaobohnen, Gold, Bauxit und Pfeffer – Sarawak ist für 90 Prozent der gesamten Pfefferproduktion Malaysias verantwortlich. Reis ist das wichtigste angebaute Nahrungsmittel. In jüngster Zeit gewinnt der Tourismus zunehmend an Bedeutung; zu Beginn der neunziger Jahre kamen jährlich fast 265 000 Touristen nach Sarawak.