Antigua und Barbuda
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Antigua und Barbuda
2. Land

Das Gebiet des Antillenstaates umfasst neben Antigua (280 Quadratkilometer) zwei kleinere der Inseln über dem Winde: Barbuda (161 Quadratkilometer) im Norden Antiguas und das unbewohnte Felseninselchen Redonda (ein Quadratkilometer) im Südwesten. Der Staat hat eine Gesamtfläche von 442 Quadratkilometern.

Während Redonda vulkanischen Ursprungs ist, sind Antigua und Barbuda aus Kalken aufgebaut. Lediglich im Südwesten Antiguas findet man vulkanisches Gestein. Hier liegt auch die höchste Erhebung des Inselstaates, der Boggy Peak mit 470 Metern. Auf Barbuda sind die Höhenunterschiede sehr gering. Das Klima ist tropisch mit einer Regenzeit von Mai bis November. Mit einem mittleren Jahresniederschlag von rund 900 Millimetern ist es für karibische Verhältnisse relativ trocken. Antigua und Barbuda sind fast gänzlich von Korallenriffen umsäumt. Bedingt durch die Ausweitung des Fischfanges um 95 Prozent seit 1980 sind diese Riffe stark in Mitleidenschaft gezogen worden.

Die ursprüngliche Vegetation auf Antigua wurde durch jahrhundertelangen Zuckerrohranbau weitgehend zerstört und durch Sekundärvegetation ersetzt. Auf Barbuda ist die natürliche Wald- und Buschvegetation dagegen großenteils erhalten geblieben. Zur Vogelwelt gehören u. a. Seeschwalben, Strandläufer, Reiher (auch Kuhreiher), Haubenkolibris, Braunpelikane, Tropikvögel, Fregattvögel und Truthahngeier. Die einzigen von Natur aus auf den Inseln vorkommenden Landsäugetiere sind Fledertiere. Zu den eingeführten Arten, welche die einheimische Fauna bedrohen, gehört neben Ratten die aus Indien stammende Goldstaub-Manguste (siehe Schleichkatzen). Die Reptilienfauna wird durch Land- und Meeresschildkröten, Anolisleguane, Geckos und die auf Great Bird Island lebende bedrohte Antigua-Peitschennatter repräsentiert.