Portugal
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Portugal
2. Land

Portugal umfasst etwa ein Sechstel der Iberischen Halbinsel. Von Nord nach Süd erstreckt es sich über etwa 560 Kilometer, die maximale West-Ost-Ausdehnung liegt bei rund 220 Kilometern. Die Grenzen des Landes folgen auf weiten Strecken Bergzügen und Flüssen. Die beiden Flüsse Douro (auf spanischem Gebiet Duero) und Tejo (in Spanien Tajo genannt) gliedern das Land in einen nördlichen, einen mittleren und einen südlichen Teil.

1. Physische Geographie

Im Hochland nördlich des Douro (Trás os Montes) werden Höhen um 1 500 Meter erreicht. Das Kastilische Scheidegebirge setzt sich nach Westen zwischen beiden Flüssen im mittelportugiesischen Gebirgsland fort. In der Serra da Estrêla im zentralen Portugal befindet sich mit 1 991 Metern die höchste Erhebung des festländischen Portugal. Der Pico Alto auf den Azoren ist mit 2 351 Metern höchster Gipfel des Landes. Die Region südlich des Tejo wird von den durch Hügelketten gegliederten Ebenen des Alentejo, weitem Küstentiefland im Westen und den nach Süden steil abfallenden Küsten der Algarve geprägt.

2. Flüsse und Seen

Portugal wird von mehreren Flüssen durchquert, die in Spanien entspringen und in den Atlantischen Ozean münden. Der Tejo hat eine Gesamtlänge von 1 007 Kilometern; sein portugiesischer Anteil beträgt 280 Kilometer. Nahe seiner Mündung befindet sich die Hauptstadt Lissabon. Der insgesamt 895 Kilometer lange Douro, an dessen Mündung Porto liegt, durchfließt Portugal auf einer Länge von 320 Kilometern. Die Flüsse sind an manchen Stellen zum Zweck der Energiegewinnung und des Bewässerungsfeldbaus aufgestaut.

3. Klima

Das im Norden stärker atlantisch geprägte Klima nimmt nach Süden zunehmend mediterranen Charakter an. Kennzeichnend sind heiße, trockene Sommer und milde, feuchte Winter. Die mittleren Temperaturen betragen im Juli zwischen 20 und 25 °C, im Januar zwischen 8 und 11 °C. Während die den Westwinden ausgesetzten Westseiten der Gebirge bis zu 3 000 Millimeter Jahresniederschlag erhalten, werden im Osten des Landes stellenweise 600 Millimeter unterschritten.

4. Flora und Fauna

4,9 Prozent (2007) des Landes stehen unter Naturschutz. Die Pflanzen- und Tierwelt Portugals entspricht großenteils derjenigen Spaniens. Die am meisten verbreiteten Baumarten in den Wäldern des nördlichen und mittleren Portugal sind laubwerfende Eichenarten und die immergrüne Korkeiche; Letztere bildet auch im Süden Portugals ausgedehnte Wälder. Im Alentejo wachsen neben Stein- und Korkeichen vor allem Kiefern, Kastanien, Eukalyptusarten und Ölbäume. Großflächige Rodungen führten in einigen Regionen zur Entwicklung einer vorwiegend aus Macchie bestehenden Sekundärvegetation mit Ginster und Heidekrautgewächsen sowie aromatischen Kräutern wie Zistrosen, Thymian und Lavendel.

Zu den in Portugal lebenden Raubtieren gehören Wolf, Luchs, Wildkatze, Rotfuchs, Waschbär und verschiedene Marderarten; bemerkenswert sind insbesondere auch die beiden Schleichkatzenarten Ginsterkatze und Ichneumon. Auffallende Arten der Avifauna (Vogelwelt) sind neben mehreren Adler- und Geierarten Rosaflamingo, Bienenfresser, Blauracke und Wiedehopf. Zur Reptilienfauna gehören neben verschiedenen Schlangenspezies (Nattern, Vipern), Geckos, Agamen, das Europäische Chamäleon und die bis zu 60 Zentimeter lange Smaragdeidechse; an den Küsten leben Meeresschildkröten.