Familie (Soziologie)
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Familie (Soziologie)
3. Geschichte der westlichen Familienformen

Nach Ansicht der meisten Sozialwissenschaftler werden die modernen Formen der Familie, wie man sie in den westlichen Gesellschaften kennt, stark von der patriarchalen Familienstruktur beeinflusst, die bereits die Hebräer im Altertum entwickelten. Auch die Familienform der griechisch-römischen Kultur war patriarchal strukturiert und überdies von strengen religiösen Vorschriften geprägt.

Mit dem Aufkommen des Christentums, verstärkt ab dem 11. Jahrhundert, nahmen Ehe und Elternschaft in der religiösen Unterweisung einen zentralen Platz ein; die Familienbindungen wurden rein religiös normiert. Dies änderte sich erst ab dem 16. Jahrhundert. Neben die religiösen traten nun auch zivilrechtliche Normen.

In der feudalen Gesellschaft entfernte sich die Familienform der adeligen Oberschicht immer weiter von den Strukturen der bäuerlichen Familien. Für die Neuzeit unterscheidet die historische Familienforschung schichtspezifisch zwischen bürgerlichen, proletarischen und Handwerkerfamilien. Sie richtet dabei das Augenmerk auf die präzisere Bestimmung der konkreten Lebensformen.