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| 2. | Land |
Die Philippinen erstrecken sich in Nord-Süd-Richtung über rund 1 850 Kilometer, in West-Ost-Richtung über circa 1 150 Kilometer. Zwei Drittel der Staatsfläche entfällt auf die beiden Inseln Luzon und Mindanao. Das Land lässt sich grob in drei Hauptregionen gliedern: Luzon im Norden, Mindanao mit den Sulu-Inseln im Süden und die Visayan-Inseln dazwischen. Die Küste der philippinischen Inseln hat eine Gesamtlänge von 36 289 Kilometern und ist stark gegliedert.
| 1. | Physische Geographie |
Die gebirgigen Inseln vulkanischen Ursprungs stellen die höchsten Erhebungen einer submarinen Gebirgskette dar. Die philippinischen Gebirgsketten streichen im Allgemeinen von Norden nach Süden und verlaufen meist annähernd parallel zu den Küsten. Die tektonische Aktivität ist hoch. Es gibt noch etwa 20 tätige Vulkane, gelegentlich treten Erdbeben auf.
Auf den kleineren Inseln sind Gebirge und Bergland landschaftsbestimmend. Die größeren Inseln sind naturräumlich zum Teil wesentlich vielgestaltiger. Luzon und Mindanao werden von Hochgebirgen geprägt, umfassen aber auch Hügellandschaften, Plateaus und ausgedehnte Niederungen.
Das etwa 80 Kilometer breite Tal des Cagayan im Norden der Insel Luzon wird von mehreren Gebirgsketten (Sierra Madre im Osten, Cordillera Central im Westen und Caraballo Mountains im Süden) umgeben. Südlich der Caraballo Mountains liegt die Zentralebene, die sich vom Golf von Lingayen bis zur Manilabucht und zur Laguna de Bay erstreckt. Die Entwässerung erfolgt im Norden über den Agno, im Süden über den Pampanga. An der Südwestküste dehnen sich die Zambales Mountains aus. Im Südosten von Luzon erhebt sich der Vulkan Mayon, der letztmals im Juni/Juli 2001 ausbrach. Der Vulkan Pinatubo im Inneren von Luzon brach nach mehr als 600 Jahren Ruhe Ende Juni 1991 und erneut im Juli 1992 aus.
Auf Mindanao, nach Luzon die zweitgrößte Insel der Philippinen, reichen die Diuata Mountains bis an die Pazifikküste, westlich von ihnen liegt das Tal des Agusan. In einer der Gebirgsketten im Süden Mindanaos erhebt sich der Vulkan Apo, mit 2 954 Metern der höchste Gipfel der Philippinen.
| 2. | Flüsse und Seen |
Die Hauptinseln des Landes werden von großen Flüssen durchzogen, von denen einige schiffbar sind. Der längste Fluss auf Luzon ist der Cagayan. Andere bedeutende Flüsse der Insel sind Chico, Abra, Pampanga und Bicol. Der Río Grande de Mindanao (dessen Oberlauf unter dem Namen Pulangi bekannt ist) und der Agusan sind die längsten Flüsse auf Mindanao. Laguna de Bay auf Luzon ist mit einer Fläche von 194 Quadratkilometern der größte See des Landes.
| 3. | Klima |
Die Philippinen haben tropisches Klima und dementsprechend geringe jahreszeitliche Temperaturschwankungen. Die mittleren Jahrestemperaturen im Tiefland liegen landesweit um 27 °C. In Manila beträgt die mittlere Monatstemperatur im Januar 25 °C und im Juli 28 °C.
Der Jahresniederschlag liegt in den Tieflandgebieten zwischen 1 500 und 2 500 Millimetern (in Manila circa 1 850 Millimeter). Auf den meisten philippinischen Inseln dauert die sommerliche Regenzeit bei Vorherrschen des Südwestmonsuns von Mai bis November. Die Trockenzeit reicht unter dem Einfluss des Nordostmonsuns von Dezember bis April. Zwischen Juni und Oktober werden die Philippinen oft von Taifunen heimgesucht, die zum Teil verheerende Schäden anrichten.
| 4. | Flora und Fauna |
Bisher stehen nur 5,4 Prozent (2007) der Landesfläche auf den Philippinen unter Naturschutz. Dies ist im Vergleich zu anderen Ländern in dieser Region sehr wenig. 23,9 Prozent der Philippinen sind von Wald bedeckt (2005), der durch Raubbau schwer geschädigt ist. Hier gibt es Banyanbäume, Palmen, Kautschukbäume und weitere Baumarten wie Apitong, Yacal (auch Yakal), Lauan, Camagon (philippinisches Ebenholz), Ipil, Narra, Mayapis, Zimtbäume und Gewürznelkenbäume. Weitere Pflanzen sind Pfeffersträucher, Bambus sowie zahlreiche Orchideenarten. Eine der wichtigsten einheimischen Pflanzen ist der Manilahanf, eine Faserbanane, deren Fasern für die Herstellung von Tauen, Textilien und Hüten verwendet werden. In den Küstensümpfen wachsen Mangroven. Große Gebiete des Hochlands sind von Hartgräsern bedeckt, die nur geringen Wert als Futtergräser haben.
Die Fauna der kleineren Säugetiere ist u. a. durch Fledermäuse repräsentiert; ein zum Gleitflug fähiges Säugetier ist der Philippinen-Gleitflieger. Zu den Paarhufern gehören der Kerabau genannte Wasserbüffel, mehrere Hirscharten wie der Philippinensambar sowie Bartschweine. Raubtiere sind Bengalkatzen und Fleckenmusangs (Schleichkatzen). Es gibt etliche Reptilien wie Agamen, Flugdrachen (Gleitflieger mit flügelähnlichen Hautlappen) und Nattern sowie über 550 Vogelarten, darunter farbenprächtige Papageien. Der Sulu-Archipel im äußersten Südwesten der Inselgruppe ist reich an Perlmuscheln, die Suluperlen sind weltberühmt.