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Dolomit

Dolomit, calcium- und magnesiumhaltiges Mineral (CaMg(CO3)2), das gesteinsbildend in dem gleichnamigen Gestein und in dolomitischem Kalkstein sowie auf Erz- und Mineralgängen in der Natur vorkommt. Dolomit besitzt eine Härte zwischen 3,5 und 4, eine relative Dichte von 2,85 und kristallisiert im trigonalen System. Das Mineral ist farblos, weiß oder rötlich, kann aber auch – in Abhängigkeit von den darin enthaltenen Verunreinigungen – braun, schwarz oder grün gefärbt sein. Der Name des Minerals geht auf den französischen Mineralogen D. de Gratet de Dolomieu (1750-1801) zurück, der dieses Mineral erstmals beschrieb.

Dolomit wird beispielsweise als Flussmittel in der Eisenverhüttung eingesetzt (siehe Stahl). Außerdem nutzt man das Mineral zur Erzeugung von Magnesiumcarbonat sowie von Magnesia, einem Magnesiumoxid. Letzteres lässt sich z. B. nach einer thermischen Behandlung (Calcinierung) des Carbonats erhalten und dient in Form von Sintermagnesia – bei 1 700 bis 2 000° C gebrannt –als Basis für feuerfeste Rohmaterialien. In geringem Umfang kommt Dolomit auch zur Herstellung von Magnesium zum Einsatz.

Das marine Sedimentgestein Dolomit hat sich nicht primär gebildet, sondern ist durch Dolomitisierung aus Kalkgesteinen entstanden. Der genaue Hergang dieses Prozesses ist noch nicht bekannt. Die Dolomiten sind nach diesem Mineral bzw. Gestein benannt.