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| 3. | Lagerstätten |
Kohle kommt fast überall auf der Welt vor. Wirtschaftlich bedeutende Lagerstätten gibt es in Europa, Asien, Australien und Nordamerika (siehe Bergbau).
Großbritannien, das bis zum 20. Jahrhundert führend in der Kohleförderung war, besitzt Lagerstätten im Süden von Schottland, England und Wales. In Westeuropa liegen wichtige Kohlereviere im Elsass, in Belgien und in Deutschland an Saar und Ruhr (siehe Ruhrgebiet). Bedeutende Braunkohlevorkommen gibt es im Niederlausitzer Revier und bei Leipzig. In Mitteleuropa gibt es Lagerstätten in Polen, der Tschechischen Republik und in Ungarn. Das größte und wertvollste Kohlerevier in der ehemaligen Sowjetunion liegt im Donezbecken zwischen den Flüssen Dnjepr und Don. Weitere große Lagerstätten wurden in letzter Zeit auch im Kusnezker Becken in Westsibirien ausgebeutet. Bis zum 20. Jahrhundert kaum genutzt sind die Kohlefelder im Nordwesten Chinas. Sie zählen zu den größten der Welt.
Die Schätzungen der Weltkohlereserven weichen stark voneinander ab. Nach Angaben des Weltenergierates überstiegen die abbaufähigen Weltreserven an Anthrazit, Stein- und Braunkohle Ende der achtziger Jahre über 1,2 Billionen Tonnen. Daran hat China einen Anteil von etwa 43 Prozent, die USA 17 Prozent, die ehemalige Sowjetunion 12 Prozent, Südafrika 5 Prozent und Australien 4 Prozent.
Siehe auch Energiewirtschaft; Heizkraftwerk; Weltenergieversorgung
Beitrag: National Coal Association