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Ibn Battuta

Ibn Battuta, eigentlich Abu Abd Allah Mohammed, (1304 bis um 1369), arabischer Reisender und Autor, dessen Buch Rihlah (Reisen) eine wichtige Quelle für Geschichte und Geographie des Mittelalters darstellt.

Ibn Battuta wurde am 25. Februar 1304 in Tanger geboren. Nach einem Studium der Rechtswissenschaften begab er sich 1326 auf seine erste Pilgerreise nach Mekka (Siehe auch Hadsch). Von dort aus begann eine acht Jahre dauernde Reise, die Ibn Battuta weniger zum Zweck der Entdeckung unbekannter Länder unternahm, sondern eher, um sich von der Pracht islamischer Stätten zu überzeugen. Zunächst erreichte er Jerusalem, von wo aus er sich nach Täbris in Persien aufmachte. Nach seiner Rückkehr nach Mekka reiste er nach Astrachan am Kaspischen Meer und gelangte über Konstantinopel nach Rabat. Seine zweite Reise führte ihn nach Indien, wo er versuchte, China auf dem Seeweg zu erreichen. Das Unternehmen scheiterte, und Ibn Battuta gelangte erst über die Malediven, Sumatra und Java nach China. Bei seiner dritten Reise blieb Ibn Battuta 1352 in Afrika. Dabei gelangte er auch nach Timbuktu (siehe auch Kankan Musa) sowie bis in die ostafrikanische Küstenstadt Mombasa und kehrte über den Ahaggar und das Atlasgebirge nach Marokko zurück.

Im Lauf seines Lebens legte Ibn Battuta weit mehr als 100 000 Kilometer zurück, seine Reiseberichte gehören zu den Standardwerken arabischer Reiseliteratur. Rihlah enthält u. a. Beschreibungen des byzantinischen Hofes von Konstantinopel und der großen Pest von Bagdad (1348). Ibn Battuta starb um 1369 in Fès.