Unkrautbekämpfung
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Unkrautbekämpfung
2. Typen von Unkrautvernichtungsmitteln

Viele Unkrautvernichtungsmittel weisen nur ein begrenztes Wirkungsspektrum auf und können so gezielt gegen bestimmte Pflanzengruppen eingesetzt werden, ohne andere Pflanzen zu gefährden. Man spricht in diesem Fall von selektiven Herbiziden. Zu dieser Gruppe gehört etwa das 2,4-D. Es hat die Eigenschaft, das Wachstum vieler Zweikeimblättriger Pflanzen zu kontrollieren, ohne Einkeimblättrige Gewächse wie Gräser und Seggen oder auch Farne zu beeinträchtigen. Zu den Zweikeimblättrigen Pflanzen gehören die meisten Unkräuter, während alle Getreidearten (mit Ausnahme z. B. des Buchweizens) Einkeimblättrige Pflanzen darstellen. Andere derartige Mittel wie „Dalapon” verhindern das Wachstum von Gräsern und anderen Einkeimblättrigen Pflanzen, werden also in Kulturen zweikeimblättriger Arten wie etwa Kartoffeln oder Rüben eingesetzt. Die Selektivität der Wirkung vieler Herbizide hängt dabei nicht nur vom Mittel selbst ab, sondern variiert teilweise auch mit dem Zeitpunkt der Anwendung und den dann herrschenden Witterungsbedingungen sowie der Menge, die pro Fläche eingesetzt wird.

Herbizide mit einem breiten Wirkungsspektrum, wie z. B. Glyphosate, beeinflussen fast jede Form von Vegetation und werden daher Totalherbizide genannt. Einige wirken sterilisierend auf den Boden, zerstören somit jegliches Wachstum und verzögern auch das Aufkommen neuer Pflanzen. Diese Herbizide werden vorwiegend entlang von Eisenbahnstrecken und Straßen, auf Parkplätzen und Industrieflächen eingesetzt.