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Straße von Gibraltar, Meerenge zwischen dem Mittelmeer im Osten und dem Atlantischen Ozean im Westen. Sie trennt Marokko und Spanien und ist nach dem Felsen von Gibraltar, der sich an der Südspitze der Iberischen Halbinsel befindet, benannt. Die Straße von Gibraltar ist etwa 65 Kilometer lang und 14 bis 44 Kilometer breit. In der Straße von Gibraltar herrscht ständig eine vom Atlantischen Ozean kommende Strömung. Eine nach Westen fließende Unterströmung trägt das überschüssige Salzwasser aus dem Mittelmeer hinaus. Am östlichen Ende der Straße von Gibraltar liegen die Herkulessäulen. Die Meerenge hat seit langer Zeit hohe strategische Bedeutung. Im 4. Jahrhundert v. Chr. errichteten die Karthager hier eine Blockade, um den Handel im Mittelmeerraum zu kontrollieren. Vom 8. bis 15. Jahrhundert kämpften spanische und maurische Streitkräfte um die Kontrolle über die Meerenge. Später nutzten die Briten ihren Stützpunkt in Gibraltar, um ihre Seemacht in mehreren Kriegen ab dem Beginn des 18. Jahrhunderts zu stärken.