Apostelgeschichte
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Apostelgeschichte
3. Inhalt

Die Apostelgeschichte, deren Beginn sich mit dem Ende des Lukasevangeliums überschneidet, erzählt die Entstehungsgeschichte der Kirche in Jerusalem (Kapitel 1-5); vom Märtyrertod des Stephanus; von der Bekehrung des Paulus (Kapitel 6-9); davon, wie Gott Petrus die Augen für seinen Wunsch öffnete, auch Nichtjuden in die Kirche aufzunehmen (Kapitel 10-12); Paulus’ Missionsreisen (Kapitel 13-19); seine letzte Reise nach Jerusalem (Kapitel 20-21); seine Verhaftung, Inhaftierung und Anhörung in Jerusalem und Caesarea (Kapitel 21-26); seine Reise nach Italien und seine Haft in einem römischen Gefängnis, in dem er auf seinen Prozess vor dem Kaiser wartete (Kapitel 27-28). Den Rahmen für die in diesem Buch geschilderten Ereignisse bildet also die Ausdehnung der Kirche über das gesamte Römische Reich von ihrer Geburt in Jerusalem bis nach Rom.

Über eine Spanne von ungefähr 30 Jahren hinweg gibt diese Geschichte viele wertvolle Einblicke in die jüdisch-christliche Kirche in Palästina unter der Führung von Petrus und Jakobus. Der Hauptschwerpunkt liegt jedoch auf der bemerkenswerten Ausdehnung der Heidenmission durch Paulus. Besondere Erwähnung verdienen dabei die zahlreichen Reden der Hauptpersonen des Buches. Die Rede Paulus’ auf dem Areopag in Athen (Kapitel 17) könnte von Lukas als Vorbild für die Verbreitung des Evangeliums in der heidnischen Welt gedacht gewesen sein.