Benzin
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Benzin
3. Veredelung zu Motorenbenzin

Hochwertiges Benzin enthält weniger langkettige unverzweigte Kohlenwasserstoffe als verzweigte und aromatische Kohlenwasserstoffe. Je höher der Gehalt an letzteren im Benzin ist, desto klopffester ist der Kraftstoff (siehe unten). Diesen höheren Gehalt an verzweigten und aromatischen Kohlenwasserstoffen erreicht man u. a. durch Reformieren. Bei diesem Verfahren wird das unbehandelte Benzin unter hohem Druck und Temperaturen um 500 °C verdampft und an einem Katalysator entlanggeleitet, wo sich die Umwandlung zu den wertvolleren Verbindungen vollzieht. Als „Nebeneffekt” werden auch Schwefel-, Stickstoff- und Sauerstoffverbindungen zu einem großen Teil entfernt.

Zur nahezu vollständigen Entschwefelung des Kraftstoffes wird das Benzin beim Hydrofining mit Wasserstoff vermischt, erhitzt und an einem Katalysator entlanggeleitet. Dort verbindet sich der Schwefel mit dem Wasserstoff zu Schwefelwasserstoff. Das gereinigte Benzin, übrig gebliebener Wasserstoff und der Schwefelwasserstoff werden anschließend voneinander getrennt. Schwefelarmes Benzin hat einen Schwefelgehalt von 50 ppm, schwefelfreies Benzin von 10 ppm (diese Angaben gelten auch für Dieselkraftstoff).