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Cardiff

Cardiff, Hauptstadt von Wales und Verwaltungszentrum von South Glamorgan, an den Mündungen der Flüsse Taff und Ely am Bristol Channel gelegen. Cardiff ist ein wichtiger Seehafen. Zu den städtischen Industrieerzeugnissen gehören Stahl, Maschinen, Lebensmittelkonserven, Metallwaren, Textilien und Papier. Sehenswerte Bauten sind u. a. Cardiff Castle aus dem 12. Jahrhundert, die Llandaff Cathedral und eine Kirche aus dem 15. Jahrhundert. Außerdem befindet sich in der Stadt das Nationalmuseum von Wales. An Bildungseinrichtungen sind zu nennen die Welsh National School of Medicine (gegründet 1931) und das University of Wales College of Cardiff (1988), das durch den Zusammenschluss des University College Cardiff (1883) und des University of Wales Institute of Science and Technology (1866) entstand.

Um 75 n. Chr. wurde die Stadt als römisches Lager gegründet. Sie wurde im 11. Jahrhundert von den Normannen besetzt. Im 14. Jahrhundert erhielt Cardiff Stadtrecht. Nach der Eröffnung des Glamorganshire Canal im Jahre 1794 gewann der Ort an wirtschaftlicher Bedeutung. Mit Fertigstellung der ersten Docks ab 1839 wurde Cardiff schließlich zu einem der größten Kohleverschiffungshäfen der Welt. Im 2. Weltkrieg wurde die Stadt durch Bombenangriffe der Deutschen stark zerstört. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 305 000 (2001).