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Suppenschildkröte, große Meeresschildkröte, die in allen warmen Meeren verbreitet ist und im Sommer bisweilen sogar im Nordatlantik entlang der Küsten Europas und der USA anzutreffen ist.
Erwachsene Suppenschildkröten können eine Panzerlänge von mehr als einem Meter und ein Körpergewicht von etwa 200 Kilogramm erreichen. Wie andere Meeresschildkröten besitzt auch die Suppenschildkröte in Anpassung an das Leben im Wasser flossenartige Vordergliedmaßen. Als Unterscheidungsmerkmal zu anderen Meeresschildkröten weist sie zwischen den Augen nur ein einziges Paar großer Platten sowie einen relativ glatten Panzer ohne Rippen auf, dessen Seiten durch jeweils vier sich nicht überlappende Platten gebildet werden.
Die Weibchen verlassen das Wasser lediglich zur Eiablage. Sie legen bis zu 200 Eier in selbst gegrabene Löcher in den Sand. Die Jungen werden durch die Bodenwärme ausgebrütet und suchen sofort nach dem Schlüpfen das Meer auf. Suppenschildkröten sind Allesfresser, ernähren sich jedoch hauptsächlich von marinen Wasserpflanzen. Durch starke Bejagung ist der Bestand der Suppenschildkröte existenzgefährdet. Sie wird wegen ihres schmackhaften Fleisches und der zu Suppe verarbeiteten Knorpelsubstanz sehr geschätzt; ihre Eier gelten als Delikatesse. Die Bestände haben sich nach einem Bericht von 1999 wieder leicht erholt: Am bedeutendsten amerikanischen Brutplatz der Suppenschildkröte auf Costa Rica stieg die Zahl der Gelege zwischen 1971 und 1996 von knapp 20 000 auf mehr als 50 000. Damit ist vermutlich etwa ein Zehntel des Bestands erreicht, der vor Ankunft der Europäer existiert haben dürfte.
Systematische Einordnung: Die Suppenschildkröte gehört zur Familie Cheloniidae. Ihr wissenschaftlicher Name lautet Chelonia mydas.