| Suchansicht | Pontinische Sümpfe | Artikelansicht |
Pontinische Sümpfe, ehemaliges Sumpfgebiet in Mittelitalien, in der Region Latium, das sich südöstlich von Velletri bis zur Gegend von Terracina am Tyrrhenischen Meer über eine Fläche von etwa 775 Quadratkilometern erstreckt.
Seit der Antike verläuft die Via Appia durch das Gebiet. Zur Zeit der Etrusker war es eine blühende landwirtschaftliche Region, bis es ab dem 4. Jahrhundert v. Chr. wegen der Abholzung der umgebenden Bergwälder zunehmend versumpfte. Mehrere römische Herrscher, u. a. Gaius Julius Caesar, versuchten ohne Erfolg, die Sümpfe wieder trockenzulegen. Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurden erneut ernsthafte Anstrengungen unternommen, die weitgehend entvölkerte und malariaverseuchte Gegend ur- und bewohnbar zu machen, jedoch erst unter Benito Mussolini gelang es, in den Jahren 1928 bis 1932, mehr als 20 000 Hektar trockenzulegen und landwirtschaftlich nutzbar zu machen.