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| 3. | Gebirgsbildung und Vulkanismus |
Die Hebung und Auffaltung der Gesteine, die die Anden aufbauen, setzte während der Kreidezeit ein, als sich entlang einer 6 700 Kilometer langen Subduktionszone die Nazca-Platte unter die südamerikanische Festlandplatte schob. Diese plattentektonischen Vorgänge in geologisch junger Zeit dauern bis in die Gegenwart an, wovon verbreitete Vulkanausbrüche und häufige Erdbeben zeugen. Im Zuge der Gebirgsbildung wurden die Anden im Verlauf der vergangenen 20 Millionen Jahre um mehr als 1 500 Meter angehoben.
In den Anden gibt es zahlreiche Vulkane, unter denen vor allem die folgenden erwähnenswert sind: Tungurahua (5 033 Meter), Cotopaxi (mit 5 897 Meter der höchste aktive Vulkan der Welt) und Chimborazo (6 310 Meter) in Ecuador; Nevado del Tolima (5 616 Meter) in Kolumbien und Llullaillaco 6 739 Meter) im Grenzbereich zwischen Argentinien und Chile. Weitere hohe Gipfel sind der Ancohuma (6 388 Meter) in Bolivien; der Huascarán (6 768 Meter) in Peru und der Aconcagua (6 960 Meter) in Argentinien. Dieser Gipfel ist der höchste Berg der amerikanischen Kontinente. Die Bergketten umschließen Hochplateaus wie das von Quito (circa 3 000 Meter) und das des Titicacasees (3 810 Meter).