Kairo
Klicken Sie im Menü Datei auf Drucken, um die Informationen zu drucken.
Kairo
3. Stadtbild

Die Stadt ist weitgehend von Wüstengebiet umgeben, im Norden wird sie vom Delta des Nil begrenzt. Zum Stadtgebiet gehören auch eine Reihe von Inseln die größte davon ist die zentral gelegene al-Gesira, auf der sich u. a. das Kairoer Opernhaus (1869 eröffnet) und der 187 Meter hohe Kairo-Turm befinden. Mehrere Brücken verbinden die Insel mit den Flussufern. Das Zentrum der Stadt bildet der Tahrirplatz, an dem sich auch das Gebäude der Arabischen Liga, die Oman-Makran-Moschee und ein Busbahnhof befinden.

Das Stadtbild wird durch zahlreiche historisch bedeutende Bauwerke geprägt. Von den mehreren hundert Moscheen zählen die Ibn-Tulun-Moschee (9. Jahrhundert), die Al-Azhar-Moschee und die Al-Hakims-Moschee (beide aus dem 10. Jahrhundert) zu den bekanntesten. Die Zitadelle im Ostteil der Stadt wurde 1176 n. Chr. vom Sultan Salahuddin al-Ayoubi auf einer Anhöhe erbaut. Die bemerkenswertere der beiden Moscheen in der Zitadelle ist die Mohammed-Ali-Moschee (19. Jahrhundert) mit ihren mehrstöckigen Kuppeln und ihrem Doppelminarett, das aus zwei der ältesten der berühmten „Tausend Minarette” der Stadt besteht. Von der alten Stadtmauer sind nur noch Überreste erhalten, darunter drei von ursprünglich acht Stadttoren (Bab Zeuela, Bab an-Nasr und Bab al-Fotouh). Die Märkte (Suqs), von denen sich viele auf bestimmte Waren wie Gewürze, Stoffe oder wertvolle Metalle spezialisiert haben, verbinden gegenwärtiges Wirtschaftsleben mit traditionellen Formen des Handels und Kunsthandwerkes. Außerhalb der Altstadt, die von alten Wohnvierteln und engen Gassen geprägt wird, breitet sich das moderne Kairo mit Hochhäusern und breiten Straßenzügen aus. Das alte, islamische Kairo wurde 1979 in die Liste des UNESCO Weltkulturerbes aufgenommen.