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| 2. | Frühgeschichte |
Bereits in prähistorischer Zeit war das Gebiet besiedelt. In Dokumenten wird die Stadt erstmals gegen Ende des späten 3. Jahrtausends v. Chr. erwähnt. Um 2200 v. Chr. war Babylon als Tempelstätte bekannt, und während des 21. Jahrhunderts v. Chr. gehörte es zur nahegelegenen Stadt Ur. Als der Amoriter Sumuabum 1894 v. Chr. hier eine Dynastie gründete, war Babylon bereits ein unabhängiger Stadtstaat. Diese Dynastie erreichte unter Hammurapi ihren Höhepunkt. 1595 v. Chr. wurde die Stadt von den Hethitern erobert, und kurze Zeit später fiel sie unter die Herrschaft der Kassiten (um 1590 bis 1155 v. Chr.). Die Kassiten machten den Stadtstaat Babylon zur Hauptstadt von Babylonien, einer Region, zu der das ganze südliche Mesopotamien gehörte. Die Stadt war das Verwaltungszentrum eines großen Königreiches. Zum religiösen Zentrum des Königreiches wurde Babylon vermutlich im 12. Jahrhundert v. Chr., als sein Hauptgott Marduk zum obersten Gott des mesopotamischen Pantheons erhoben wurde (siehe auch Bel).
1158 v. Chr. fiel die kassitische Dynastie an die Elamiter aus dem Osten. Daraufhin wurde Babylon von verschiedenen Dynastien beherrscht, bis es im späten 8. Jahrhundert v. Chr. unter assyrischen Einfluss geriet. Der assyrische König Sanherib errichtete eine straffe Herrschaft. Unter Sanherib erlebte die Stadt eine sehr wechselvolle Geschichte. Schließlich war er es selbst, der die Stadt im Jahre 689 v. Chr. dem Erdboden gleichmachte. Unter seinem Nachfolger Asarhaddon (Regierungszeit 681-669 v. Chr.) wurde die Stadt wieder aufgebaut. 625 v. Chr. übernahmen die Chaldäer unter der Führung von Nabupolassar die Herrschaft über die Stadt. Er wurde der Gründer des Neubabylonischen Weltreiches, das den Untergang Assyriens herbeiführte und dessen Erbe antrat.