Babylon
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Babylon
4. Topographie

Die topographischen Kenntnisse über die Stadt Babylon stammen überwiegend von archäologischen Arbeiten aus den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts. Von 1899 bis 1917 legten Ausgrabungen der Deutschen Orientgesellschaft unter der Leitung von Robert Koldewey hauptsächlich die beiden neubabylonischen Stadtteile beiderseits des Euphrat frei. Auf dem auffallenden Platz in der Nähe der Stadtmitte befand sich der ausgedehnte Komplex des Mardukheiligtums Esangila. Nördlich davon stand der Stufenturm Etemenanki (die Zikkurat). Er war ein siebenstöckiges Gebäude, der auch als der Babylonische Turm bezeichnet wird.

Im Nordwesten der alten Stadt wurden viele Paläste und Befestigungen gefunden. Die Archäologen identifizierten eine Ruine in diesem Gebiet als die Grundmauern der Hängenden Gärten. Sie sind eines der sieben Weltwunder der Antike; Nebukadnezar II. hatte sie für seine Frau errichten lassen. In unmittelbarer Nähe stand das Ischtartor mit seinen bunt glasierten Steinlöwen und -drachen. Durch dieses Tor verlief der wichtigste Prozessionsweg, den die Priester und weltlichen Herrscher bei den Neujahrsfestlichkeiten gingen. Neun weitere Tore führten von der inneren Stadt nach außen.

Siehe auch mesopotamische Kunst und Architektur