Konstantin I., der Große (Römisches Reich)
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Konstantin I., der Große (Römisches Reich)
3. Alleinherrschaft

Zwischen Licinius und Konstantin entwickelte sich in der Folgezeit ein Machtkampf, aus dem Konstantin 324 als Alleinherrscher hervorging. Als Kaiser über Ost und West führte Konstantin das Reformprogramm seines Vorgängers Diokletian fort und baute das Verwaltungssystem weiter aus, reorganisierte das Heer und vollendete die Trennung von militärischer und ziviler Gewalt. Konstantin führte auch eine neue Goldmünze (den solidus) ein, die die Währung sanierte und die bis zum Ende des Byzantinischen Reiches die Standardwährung blieb.

Aus politischen und religiösen Motiven bemühte sich Konstantin um die kirchliche Einheit. 325 berief er das erste ökumenische Konzil nach Nicäa ein, dessen Ausgang er wesentlich mitbestimmte. Konstantin verlegte den Schwerpunkt seiner Herrschaft nach Osten und ließ von 326 bis 330 die alte griechische Stadt Byzanz unter dem Namen Konstantinopel zur neuen Hauptstadt des Reiches ausbauen, im bewussten Gegensatz zum heidnischen Rom. Außerdem errichtete er Kirchen im Heiligen Land, wo seine Mutter (auch eine Christin) der Legende nach das Kreuz Christi gefunden haben soll. Kurz vor seinem Tod am 22. Mai 337 empfing Konstantin die Taufe.