| 4.
|
 |
Beurteilung |
Konstantin einte ein wankendes Weltreich, reorganisierte das Staatswesen und bereitete den Boden für den Sieg des Christentums gegen Ende des 4. Jahrhunderts. Viele moderne Historiker erkennen die Aufrichtigkeit seiner religiösen Haltung an. Seine Hinwendung zum Christentum war ein stufenweiser Prozess: Zunächst mag Konstantin Christus mit dem siegbringenden Sonnengott assoziiert haben, beim Konzil von Nicäa im Jahre 325 war er jedoch bereits durch und durch Christ, duldete aber auch weiterhin die alten römischen Religionen in seinem Reich. Konstantin war der erste Kaiser, der im Namen Christi regierte. Er begründete den Anspruch, dass der Kaiser als Stellvertreter Christi nicht nur Herr des Staates, sondern auch Herr der Kirche sei, und legte damit den Grundstein für das mittelalterliche christliche Europa.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.