Brunei
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Brunei
2. Land

An den schmalen, stellenweise versumpften Küstenstreifen schließt landeinwärts Hügelland mit Höhen um 300 Meter an. Im äußersten Südosten hat das Land Anteil an der Crocker Range. Auf der Grenze zu Malaysia befindet sich der Bukit Pagon, mit 1 850 Metern der höchste Berg von Brunei. Die meisten Flüsse münden in das Südchinesische Meer, unter ihnen auch der Belait, der längste Fluss des Landes.

In Brunei herrscht feuchtes, tropisches Klima mit ganzjährig hohen Temperaturen; die mittlere Jahrestemperatur beträgt rund 27 °C. Die Jahresniederschläge sind hoch, an der Küste liegen die Werte um 2 500 Millimeter, an windexponierten Hängen können 7 000 Millimeter überschritten werden. Schwere Regenfälle konzentrieren sich auf die Zeit des Nordostmonsuns (November bis März). Aber auch während der trockeneren, unter dem Einfluss des Südwestmonsuns stehenden Zeit zwischen April und Oktober kann es mitunter heftig regnen.

Die natürliche Vegetation besteht im Landesinneren größtenteils aus immergrünem tropischem Regenwald. Die etwa 160 Kilometer lange Küste wird von Mangrovensümpfen (etwa 3 Prozent der Landesfläche) und Kasuarinenbeständen begleitet, in Flussdeltas gedeihen Sumpfwälder. Insgesamt sind etwa drei Viertel der Landesfläche bewaldet. Die Säugetierfauna umfasst 157 Arten, bemerkenswert sind u. a. Nebelparder, Malaienbären, Nasenaffen, Riesengleitflieger, Schuppentiere und Flughunde. Die Avifauna ist mit 359 Arten repräsentiert, sie besteht u. a. aus Dschungeladlern, Nashornvögeln, Laufkuckucken, Bülbüls, Fasanen und Timalien (drosselähnlichen Sperlingsvögeln). Zur Reptilienfauna gehören Leistenkrokodile und Sunda-Gaviale, die Inseln vor der Küste werden von Meeresschildkröten zur Eiablage genutzt.