Pakistan
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Pakistan
2. Land

Pakistan befindet sich im Übergangsbereich zwischen dem Mittleren Osten und dem Indischen Subkontinent. Im Norden hat es Anteil an einigen der höchsten Gebirgsketten der Erde. Das Land erstreckt sich von Norden nach Süden über circa 1 600 Kilometer, die West-Ost-Ausdehnung beträgt rund 1 400 Kilometer. Die Küstenlänge liegt bei etwa 1 046 Kilometern.

1. Physische Geographie

Das Industiefland nimmt mehr als ein Drittel der Staatsfläche ein. Westlich der Stromebene erheben sich Gebirgsketten wie das Sulaimangebirge (bis 3 441 Meter hoch) und das Kirthargebirge, an die im Südwesten Pakistans das Hochland von Belutschistan anschließt. Im Norden hat Pakistan Anteil an den Hochgebirgen Hindukusch, Karakorum und Himalaya. Im Osten geht die Indusebene in die Wüste Tharr (Große Indische Wüste) über, die auch auf indisches Staatsgebiet übergreift.

Die höchste Erhebung in Pakistan ist der K2 (Mount Godwin-Austen). Der 8 611 Meter hohe Berg befindet sich im Karakorum und ist nach dem Mount Everest der zweithöchste Berg der Erde. Weitere Achttausender auf pakistanischem Gebiet sind u. a. der Nanga Parbat sowie Gasherbrum I und II. Eine wichtige Verkehrsverbindung ist der Khyber-Pass. Er verläuft durch das Gebirge Safid Kuh (Safed Koh) an der pakistanisch-afghanischen Grenze.

Der Norden des Landes befindet sich an der Nahtstelle zweier tektonischer Platten (siehe Plattentektonik). In diesem Bereich schiebt sich die Indische Platte in nördlicher Richtung unter die Eurasische Platte. Die dabei entstehende Spannung entlädt sich von Zeit zu Zeit in Erdbeben. Ein besonders schweres Beben ereignete sich im Oktober 2005 im pakistanischen Teil von Kaschmir. Dabei wurden weite Landstriche verwüstet, etwa 80 000 Menschen starben und über drei Millionen verloren ihr Obdach.

2. Flüsse und Seen

Längster Fluss des Landes ist der Indus, der Pakistan auf einer Länge von rund 2 200 Kilometern durchfließt und in einem Delta in das Arabische Meer mündet. Seine linken Nebenflüsse Jhelum, Chenab, Ravi, Beas und Sutlej bilden im Osten des Landes das Fünfstromland (siehe Punjab).

3. Klima

Pakistan wird von kontinentalem Klima geprägt, die jahreszeitlichen Temperaturunterschiede nehmen mit zunehmender Entfernung von der Küste zu. In Karachi an der Küste liegt die mittlere Temperatur im Januar bei 19 °C, im Juli bei 30 °C, in Lahore am Gebirgsrand liegen die entsprechenden Werte bei 12 °C bzw. 32 °C. In der Wüste Tharr wurde bereits ein absolutes Maximum von 52 °C gemessen.

Die Jahresniederschläge sind insgesamt gering. Die höchsten Werte werden mit durchschnittlich 1 200 Millimetern an den windexponierten Hängen der Hochgebirge erreicht. Im Punjab liegen die Mittelwerte bei rund 500 Millimetern, während in der Wüste Tharr in trockenen Jahren 100 Millimeter unterschritten werden können. Der meiste Niederschlag fällt zur Zeit des Sommermonsuns zwischen Juli und September.

4. Flora und Fauna

Die Vegetation variiert mit Höhenlage und Jahresniederschlag. Im überwiegenden Teil des Landes dominieren Steppen oder wüstenartige Landschaften, der natürliche Pflanzenwuchs besteht größtenteils aus dürreresistenten Gräsern und niedrigen Bäumen. Alpiner Pflanzenbewuchs ist an den Hängen des Hochgebirges zu finden. Die Wetterseiten sind bewaldet; hier gedeihen Fichten, immergrüne Eichen, Kiefern und die Himalayazeder.

Pakistan hat eine vielfältige Tierwelt, dazu gehören Arten wie die in Mitteleuropa heimischen Rothirsche und Wildschweine. In den Hochgebirgen leben Schneeleoparden, Leoparden, Braunbären, Steinböcke, Bezoarziegen und Wildschafe. In den Steppen sind Goldschakale, Streifenhyänen, Karakale, Steppenkatzen und Fischkatzen beheimatet. Im Indusdelta kommen Krokodile vor.