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Riad

Riad, auch Ar-Riyad oder Er Riad, Hauptstadt von Saudi-Arabien und der Provinz Najd, die in einer Oase im östlichen Mittelteil des Landes liegt.

Riad ist wirtschaftliches, administratives und kulturelles Zentrum des Landes. Die Stadt besitzt einen internationalen Flughafen und ist durch Fernverkehrsstraßen und Bahnlinien mit dem Persischen Golf an der Ostküste verbunden. Zu den wichtigsten Industrieerzeugnissen gehören Baustoffe, raffiniertes Erdöl sowie Nahrungsmittel. Die Stadt ist Sitz einer Universität, einer Islamischen Hochschule, einer Militärakademie, der Nationalbibliothek sowie Hochschulen für Verwaltung, Pädagogik und Technik. Sehenswürdigkeiten sind das Museum für Archäologie und Völkerkunde, der königliche Palast und die Hauptmoschee.

Riad entstand als Etappenort an der Straße nach Mekka und wurde 1824 Sitz der Dynastie der Saud. Abdul Aziz ibn Saud, der spätere König von Saudi-Arabien, begann 1902 die Eroberung der Arabischen Halbinsel von Riad aus; er einte die Wahhabiten, eine islamische Reformbewegung, die hier seit dem frühen 18. Jahrhundert ihren Mittelpunkt hatte. 1932 wurde Riad die Hauptstadt des Königreiches Saudi-Arabien. Seit den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts entwickelte sich Riad von einer relativ engen, räumlich isolierten Stadt zu einer großzügig angelegten Metropole. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 5,13 Millionen.