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| 2. | Mondgezeiten |
Der Mond ist der Erde viel näher als die Sonne und deshalb die Hauptursache für die Gezeiten. Der Mond übt eine starke Anziehung auf das Wasser der ihm zugewandten Seite der Erde aus. Dieses steigt dadurch über seinen normalen Stand und es entsteht eine Flut. Das Wasser auf dem Teil der Erde, der dem Mond abgewandt ist, wird weniger stark vom Mond angezogen, weshalb sich das Wasser relativ zum Erdmittelpunkt vom Mond weg ausbeult und auch dort eine Flut entsteht. Beide Flächen machen jeweils etwa ein Viertel der Erdoberfläche aus. Auf den beiden dazwischen liegenden Vierteln herrscht Ebbe.
Ebbe und Flut wechseln sich fortlaufend ab. Die Unterschiede des Wasserstandes zwischen aufeinander folgenden Hoch- und Tiefwassern werden als Tidenhub bezeichnet. An den meisten Küsten gibt es zwei Hochwasser und zwei Niedrigwasser pro Mondtag, der 24 Stunden, 50 Minuten und 28 Sekunden lang ist. Zwei aufeinander folgende Fluten oder Ebben sind meist etwa gleich hoch.