Gezeiten
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Gezeiten
3. Sonnengezeiten

Auch die Sonne verursacht zwei gegenüberliegende Fluten auf der Erde. Weil die Sonne jedoch weiter von der Erde entfernt ist, beträgt ihre gezeitenerzeugende Kraft nur 46 Prozent der des Mondes. Die Summe der Kräfte von Sonne und Mond ergibt eine Flut mit zwei Kämmen, deren Lage von der jeweiligen Stellung von Sonne und Mond abhängt. Bei Neumond und bei Vollmond, wenn Sonne, Mond und Erde auf einer geraden Linie stehen, addieren sich die von der Sonne und vom Mond hervorgerufenen Fluten und es entsteht die so genannte Springtide, bei der die Flut höher und die Ebbe niedriger ist als normal. Wenn der Mond im ersten oder im dritten Viertel steht, bildet die Verbindungslinie Mond–Erde–Sonne einen rechten Winkel. Dann hängt der Tidenhub von den resultierenden Kräften von Sonne und Mond ab. Dadurch entstehen Nipptiden, bei denen die Flut niedriger und die Ebbe höher ist als normal. Springtiden und Nipptiden treten etwa 60 Stunden nach den entsprechenden Mondphasen auf.