Jamaika
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Jamaika
2. Physische Geographie

Das Land ist überwiegend gebirgig. Nur im Süden erstreckt sich eine breitere Küstenebene. Ein markanter Gebirgszug durchzieht die gesamte Insel von West nach Ost. In den Blue Mountains im Osten der Insel befindet sich der Blue Mountain Peak; mit einer Höhe von 2 256 Metern zählt er zu den höchsten Bergen der Antillen. Die Küstenlänge der Insel beträgt 1 022 Kilometer. Während Teile der Südküste versumpft sind, wird die Nordküste überwiegend von Sandstränden gesäumt.

Aufgrund der Löslichkeit der weit verbreiteten Kalkgesteine sind Karsterscheinungen häufig. Besonders bizarre Formen entstanden im Cockpit Country im Nordwesten Jamaikas. Die Insel wird oft von schweren Erdbeben heimgesucht.

1. Klima

Das tropische Klima Jamaikas wird vom Nordostpassat geprägt. Die Temperaturunterschiede im Jahresverlauf sind relativ klein. In Kingston beträgt die mittlere Monatstemperatur im Januar 25 °C und im Juli 27 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge ist regional sehr unterschiedlich. Mehr als 5 000 Millimeter Regen fallen in den Bergen im Nordosten; in der Umgebung von Kingston an der wechselfeuchten Südküste liegt der Mittelwert bei 813 Millimetern Jahresniederschlag. Die regenreichsten Monate sind Mai, Juni, Oktober und November. Im Spätsommer und Frühherbst ziehen Wirbelstürme über die Insel hinweg.

2. Flora und Fauna

Die ursprüngliche Waldvegetation ist bis auf Rudimente von Regen-, Berg- und Nebelwäldern weitgehend zerstört und vor allem durch Grasland ersetzt. An den Küsten gedeihen Mangroven und Kokospalmen. Zu den einheimischen Bäumen gehören Gujakbaum, Mahou, Zedern, Mahagoni, Haematoxylum (eine Leguminosengattung, die das Blauholz liefert), Ebenholzgewächse und Pimentbaum. Eingeführte Arten wie Mangobaum, Brotfruchtbaum und Bananengewächse gedeihen ebenfalls auf der Insel und werden in Plantagen angebaut.

Zur Tierwelt Jamaikas gehört, wie auf allen Westindischen Inseln, ein überaus vielfältiges Spektrum an Vogelarten, darunter sind viele Endemiten wie die Jamaika-Ohreule. Papageien, Kolibris und die zu den Rackenvögeln gehörenden Jamaika-Todis sind weit verbreitet.