Investmentfonds
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Investmentfonds
1. Einleitung

Investmentfonds, das Sondervermögen einer Investmentgesellschaft (Kapitalanlagegesellschaft, Investment Trust). Sie gibt Investmentanteile (Investmentzertifikate) an Sparer aus und legt das erhaltene Geld in Aktien und festverzinslichen Wertpapieren verschiedener Unternehmen an. Dabei beachtet sie das Prinzip der Risikostreuung. Die Wertpapiere bilden den Investmentfonds. Er stellt den Gegenwert der ausgegebenen Investmentzertifikate dar. Bei Einkommensfonds werden die Erträge ausgeschüttet, bei Wachstums- oder Thesaurierungsfonds werden sie wieder angelegt. Bei so genannten Immobilienfonds besteht das Fondsvermögen aus Immobilien. Rentenfonds setzen sich in den meisten Fällen aus festverzinslichen Wertpapieren zusammen – seltener aus variabel verzinslichen Wertpapieren.

Bei einem Investmentfonds wird das Geld zahlreicher Anleger gebündelt und von einer professionellen Verwaltung auf viele Aktien oder Wertpapiere aufgeteilt. Für den Sparer bietet diese Anlageform gegenüber der Anlage des Geldes in einzelnen Aktien vor allem den Vorteil einer größeren Sicherheit. Besitzt er nur Aktien einer Firma oder weniger Unternehmen, kann ein plötzlicher Kursverlust immer die Vernichtung eines beträchtlichen Teiles des investierten Geldes bedeuten. Bei einem Investmentfonds fallen Kursverluste einiger Aktien aufgrund der vorgenommenen Risikostreuung auf die Aktien zahlreicher Unternehmen kaum ins Gewicht. Wie bei Aktien sichern auch Anteile an einem offenen Investmentfonds dem Sparer schnellstmögliche Liquidität. Er kann seine Anteile jederzeit an die Kapitalgesellschaft zurückgeben. Da der Wert der meisten Fonds schwankt, ist es aber möglich, dass der Sparer bei einem sofortigen Verkauf einen Verlust hinnehmen muss.