Bevölkerung
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Bevölkerung
2. Die Demographie

Die Demographie ist ein interdisziplinärer Bereich, der in die Gebiete Mathematik und Statistik, Biologie, Medizin, Soziologie, Wirtschaftwissenschaften, Geschichte, Geographie und Anthropologie hineinreicht. Die Geschichte der Demographie ist relativ jung. Ihr Beginn wird oft auf das Jahr 1798 datiert, als das Buch Ein Versuch über das Bevölkerungsgesetz des englischen Ökonomen Thomas Robert Malthus erschien. In diesem Werk warnte Malthus vor einem ständigen Wachstum der Bevölkerung, mit dem die Nahrungsmittelproduktion nicht Schritt halten könne, und zeigte verschiedene Wege zur Verlangsamung des Wachstums auf. Er unterschied zwischen zerstörerischen Korrektiven des Bevölkerungswachstums wie Krieg, Hungersnot und Krankheit und solchen wie Zölibat und Empfängnisverhütung.

Die Entwicklung der Demographie war immer eng verbunden mit der Verfügbarkeit von Daten über Geburten und Todesfälle aus Gemeinde- und städtischen Registern sowie von Daten über die Bevölkerungsgröße und -zusammensetzung, die mit den im 19. Jahrhundert eingeführten Volkszählungen erhoben wurden. Die Entwicklung der Verhaltenswissenschaften im 20. Jahrhundert und Fortschritte auf dem Gebiet der Statistik und der Informatik regten weitere demographische Untersuchungen an. Die mathematische, ökonomische und soziale Demographie nahm in den vergangenen Jahrzehnten rapide zu.