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| 3. | Bevölkerung |
Die Thai bilden den überwiegenden Teil der Bevölkerung Thailands. Man nimmt an, dass dieses Volk aus dem Südwesten Chinas stammt und zu Beginn des 1. Jahrtausends n. Chr. in Südostasien eingewandert ist. Oft werden jedoch die im Kernraum des Landes wohnenden Thai im engeren Sinn von den im Nordwesten und Osten des Landes angesiedelten Lao, die mit dem Volk des benachbarten Laos enger verwandt sind, ethnisch unterschieden. Die Thai einschließlich der Lao stellen etwa drei Viertel der Bevölkerung. Die größte Minderheitengruppe sind mit rund 14 Prozent die Chinesen, von denen viele thailändische Staatsbürger sind. Unter den übrigen Minderheiten sind die in den südlichen Provinzen lebenden muslimischen Malaien, Angehörige der Bergvölker des Nordens sowie kambodschanische (Khmer) und vietnamesische Flüchtlinge im Osten zu nennen. 68 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land.
Die Einwohnerzahl beträgt etwa 65,5 Millionen (2008), woraus sich eine Bevölkerungsdichte von 128 Einwohnern pro Quadratkilometer ergibt. Die Bevölkerung ist jedoch regional sehr unterschiedlich verteilt; die stärkste Bevölkerungsdichte weist Mittelthailand auf.
| 1. | Wichtige Städte |
Bangkok ist Hauptstadt, bedeutendster Seehafen und mit 6,49 Millionen Einwohnern (2003) größte Stadt des Landes. Weitere wichtige Städte sind Chiang Mai (168 000 Einwohner), die größte Stadt in Nordthailand, Songkhla (288 000) auf der Malaccahalbinsel und Nakhon Si Thammarat (112 000), ebenfalls auf der Malaccahalbinsel.
| 2. | Sprache |
Die Amtssprache ist Thai, das zur Familie der Tai-Sprachen gehört. Es gibt vier regionale Dialekte. Minderheitensprachen sind Laotisch, Chinesisch, Khmer und Malaiisch. Englisch ist als Handelssprache in Gebrauch und wird in einigen Sekundarschulen und Colleges unterrichtet.
| 3. | Religion |
Der Buddhismus ist die vorherrschende Religion Thailands. Das Oberhaupt der buddhistischen Hierarchie ist der Oberste Patriarch, der im Allgemeinen ein Mitglied der Königsfamilie sein muss. Rund 95 Prozent der Thailänder sind Buddhisten. Es gibt etwa 18 000 buddhistische Tempel und 140 000 buddhistische Priester im Land. Fast alle männlichen Buddhisten Thailands gehen für mindestens einige Tage oder Monate in ein Wat (Mönchskloster). Die größtenteils in Grenznähe zu Malaysia lebenden Muslime stellen rund 4 Prozent der Bevölkerung. Zudem gibt es einige kleinere christliche und hinduistische Glaubensgemeinschaften.
| 3.1. | Feiertage |
Staatliche Feiertage sind der Neujahrstag, das chinesische Neujahrsfest, der Chakri-Tag (6. April), der Krönungstag (5. Mai), der Geburtstag der Königin (12. August), der Chulalongkorn-Tag (23. Oktober), der Geburtstag des Königs (5. Dezember), der Verfassungstag (10. Dezember) und Silvester. Von Bedeutung sind auch die buddhistischen Feiertage Makha Bucha, Asalaha Bucha und Visakha Bucha, die an wichtige Ereignisse in der Geschichte des Buddhismus erinnern und von Jahr zu Jahr auf unterschiedliche Daten fallen, da sie sich nach dem Mondkalender richten. Songkhran ist das thailändische Neujahrsfest, und Loy Krathong ehrt die Göttin des Wassers – dann lassen die Menschen kleine „Schiffchen” mit Kerzen, Münzen oder Blumen auf den Flüssen und Seen schwimmen.
| 4. | Soziales |
Das Amt für öffentliches Sozialwesen ist mit dem Katastrophenschutz, der Kinderfürsorge und dem Schutz von Behinderten und Mittellosen beauftragt. In den achtziger Jahren gab es besondere Programme zur Unterstützung der Bergstämme des Nordens sowie der Flüchtlinge aus Vietnam und Kambodscha im Osten des Landes. Ein neues und sehr ernst zu nehmendes Problem für das öffentliche Gesundheitswesen ist die Ausbreitung des HI-Virus, der das Immundefektsyndrom AIDS auslöst. Die Anzahl Infizierter liegt bei etwa 560 000 (2005). Die Ärztedichte beträgt einen Arzt pro 3 324 Einwohnern, die Dichte der Krankenhausbetten 455 Einwohnern pro Bett.