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Normalzeit |
Die Normalzeit, der die mittlere Sonnenzeit zugrunde liegt, wurde 1883 durch internationale Vereinbarung eingeführt, um beispielsweise Komplikationen bei Zugfahrplänen zu umgehen. Diese treten unweigerlich auf, wenn jede Gemeinde ihre eigene lokale Sonnenzeit benutzt. Die Erde wird bei diesem Zeitsystem in 24 Zeitzonen unterteilt. Die Grundposition ist der Nullmeridian der geographischen Länge, der durch das Greenwich-Observatorium (Royal Greenwich Observatory) in Südengland verläuft. Die Zeitzonen werden durch ihren Abstand östlich oder westlich von Greenwich angegeben. Innerhalb jeder Zeitzone stellt man alle Uhren auf die gleiche Zeit ein. In diesem wissenschaftlichen Modell erstreckt sich jede Zone über 15 Grad geographischer Länge. Tatsächlich sind die Grenzen der Zeitzonen jedoch den Ländergrenzen und den Gebietsgrenzen innerhalb der Länder angepasst. Dadurch vermeidet man zeitlich bedingte Unstimmigkeiten, die sonst z. B. den Warenhandel erheblich beeinträchtigen würden. Bei der Navigation werden die Uhren oft auf die Ortszeit von Greenwich eingestellt, die man Greenwicher Zeit (Greenwich mean time, GMT) nennt. Die Astronomen verwenden im Grunde die gleiche Zeit, nennen sie aber Weltzeit (Universal Time, UT). Die mitteleuropäische Zeit (MEZ) liegt eine Stunde vor der Weltzeit.
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