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| 6. | Wirtschaft |
In der Nachkriegszeit ist Hongkong zu einem der weltweit bedeutendsten Zentren der Fertigungsindustrie, des Handels und des Finanzwesens geworden, indem es seine traditionelle Rolle als Umschlagplatz durch beträchtliche Investitionen in die Industrie ausgebaut hat. Hongkong dient auch als einer der Hauptkanäle für den Handel und die Kapitalanlage im festländischen China; außerdem hat sein wirtschaftliches Interesse am Festland zugenommen, da sich die dortige Wirtschaft zunehmend entwickelt. Hongkong verzeichnet seit vielen Jahren ein kontinuierliches Wirtschaftswachstum. Die Hongkonger Börse ist eine der wichtigsten der Welt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) beträgt 189 799 Millionen US-Dollar (2006).
Das gesamte Arbeitskräftepotential Hongkongs liegt bei etwa 3,60 Millionen Personen (2006); 15 Prozent davon sind in der Industrie beschäftigt, der übrige Teil arbeitet vornehmlich im Dienstleistungssektor. In Hongkong gibt es zahlreiche Gewerkschaften mit mehr als 500 000 Mitgliedern, die zum größten Teil in der Hongkonger Konföderation der Gewerkschaften und dem Hongkonger Gewerkschaftsbund zusammengeschlossen sind.
| 1. | Landwirtschaft und Fischerei |
Lediglich 4,8 Prozent der Fläche – überwiegend in den New Territories – werden ackerbaulich genutzt (2005). Hauptanbauprodukte sind verschiedene Gemüse; aufgrund des günstigen Klimas sind mehrere Ernten pro Jahr möglich. Die Produktion reicht jedoch nicht zur Deckung des Eigenbedarfs. Der überwiegende Teil der Nahrungsmittel muss importiert werden; dies gilt vor allem für Reis, ein Grundnahrungsmittel der Bevölkerung von Hongkong. Die Fischerei ist ein bedeutender Erwerbszweig; 2005 wurden 166 094 Tonnen Fisch gefangen, von denen ein großer Teil exportiert wird.
| 2. | Industrie |
Rund 80 Prozent der im produzierenden Gewerbe angefertigten Waren werden exportiert. Die wichtigsten industriellen Erzeugnisse sind Textilien, Bekleidung, Schuhe, elektronische und elektrische Geräte, Präzisionsinstrumente, Uhren und Spielzeug.
| 3. | Außenhandel |
Hongkong ist vor allem als Hafenstadt von Bedeutung; in der Küstenregion zwischen Shanghai und Vietnam besitzt Hongkong die am besten ausgebauten Hafenanlagen. Im Hafen werden große Frachtmengen umgeschlagen. China nützt die gute Infrastruktur zur Belebung seiner Außenwirtschaft. Zu den Hauptimportgütern gehören Lebensmittel, Rohstoffe, Maschinen und Fahrzeuge, Telekommunikationsgeräte und chemische Erzeugnisse. Bedeutende Exportwaren sind Bekleidung, Textilien, Uhren, Spielwaren, Computer und elektronische Bauteile. Vom chinesischen Verwaltungsgebiet Hongkong aus wird umfangreicher Handel mit vielen Staaten Asiens, Nordamerikas und Europas betrieben.
| 4. | Verkehrswesen |
Aufgrund der überaus beengten räumlichen Verhältnisse und der dichten Besiedlung gibt es in Hongkong große verkehrstechnische Probleme. Hongkong hat eine der höchsten Fahrzeugdichten der Welt. Die ehemalige britische Kronkolonie ist durch Eisenbahnlinien mit anderen Teilen Chinas verbunden und besitzt ein U-Bahn-Netz von etwa 45 Kilometer Länge. Fähren und Luftkissenboote verbinden die einzelnen Teile Hongkongs miteinander. In der Nähe von Kowloon befindet sich der internationale Flughafen Kai Tak. Als dieser das hohe Flugaufkommen nicht mehr bewältigen konnte, wurde auf einer 21 Quadratkilometer großen künstlichen Insel der neue Flughafen Chek Lap Kok gebaut und 1998 eröffnet.
| 5. | Tourismus |
Der Fremdenverkehr ist für die Wirtschaft von großer Bedeutung. Hongkong wird jährlich von etwa sieben Millionen Touristen besucht. Die touristische Infrastruktur ist überall gut ausgebaut. Der Hafen von Hongkong wird als Ziel für Kreuzfahrten immer beliebter.