| Byzantinisches Reich | Artikelansicht | ||||
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| 2. | Frühe Ära |
Der Beginn des Byzantinischen Reiches ist, da der Übergang vom Römischen zum Byzantinischen Reich fließend war, nicht exakt an einem Datum festzumachen; Anhaltspunkte sind die Verlegung der Hauptstadt im Ostteil des Römischen Reiches nach Konstantinopel im Jahr 330, die endgültige Teilung des Römischen Reiches 395 bzw. der Untergang des Weströmischen Reiches 476.
Konstantin der Große schuf mit der Anerkennung und Förderung des Christentums, das in der Folge alle Lebensbereiche durchdringen und den Zusammenhalt verfestigen sollte, eine der Grundlagen des byzantinischen Staatswesens. 380 erhob Theodosius das Christentum der Ostkirchen zur Staatsreligion, und ein Jahr später wurde Konstantinopel zum führenden Patriarchat im Osten.
Nach außen hatte sich das Byzantinische Reich in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts mit Angriffen sowohl der Perser als auch der Hunnen, Germanen, Goten und Awaren auseinanderzusetzen. Nach der Absetzung des letzten weströmischen Kaisers Romulus durch den Germanen Odoaker 476 entsandte der byzantinische Kaiser Zenon den Goten Theoderich nach Italien; der besiegte Odoaker und verdrängte damit zugleich die Germanen aus dem Byzantinischen Reich.
Kaiser Justinian I. konnte für kurze Zeit das Römische Reich in seiner alten Größe wieder herstellen. Zwischen 534 und 565 eroberten Justinians Feldherren Belisar und Narses Nordafrika von den Wandalen, Italien von den Ostgoten und das südöstliche Spanien von den Westgoten zurück. Zugleich ließ Justinian die unterworfenen Völker missionieren und entfaltete eine rege Bautätigkeit, bei der u. a. die Hagia Sophia in Konstantinopel entstand.