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Fuzhou

Fuzhou (auch Futschou oder Foochow), Stadt im Südosten Chinas, Hauptstadt der Provinz Fujian, industrielles Zentrum und Hafenstadt am Fluss Min.

Chemieprodukte, Seiden- und Baumwollstoffe, Eisen und Stahl sowie Nahrungsmittel werden in der Stadt hergestellt. Exportiert werden u. a. Lackwaren sowie handgearbeitete Fächer und Schirme. Wichtigste Handelspartner sind Chinas Hafenstädte an der Küste. Der Export von Holz, Nahrungsmitteln und Papier wird über den Hafen von Guantou (Kuan-t’ou) abgewickelt, der etwa 50 Kilometer flussabwärts liegt. Fuzhou teilt sich auf in einen alten, von Mauern umgebenen Stadtteil, der ungefähr 3,2 Kilometer vom Min entfernt ist, und einen modernen Teil, der sich am Flussufer erstreckt und über eine Brücke mit der Insel Nantai verbunden ist. In der Nähe der Universitätsstadt befinden sich einige bedeutende Pagoden und Tempel.

Fuzhou wurde im 2. Jahrhundert v. Chr. gegründet und im 6. Jahrhundert n. Chr. an China angeschlossen. 1842 erfolgte die Öffnung für den freien Handel mit dem Ausland. Es handelte sich dabei um ein Zugeständnis an Großbritannien, nachdem China von den Briten im ersten Opium-Krieg besiegt worden war. Von dieser Zeit an war Fuzhou bis ins späte 19. Jahrhundert ein wichtiger Hafen für den Tee-Export. Danach hatte der Handelsverkehr der Stadt eine geringere Bedeutung und ging weiter zurück, nachdem 1949 die Kontakte mit dem nahen Taiwan, einem traditionellen Handelspartner der Stadt, abrissen. Seit 1958 ist Fuzhou durch eine Eisenbahnlinie mit Nordchina verbunden, und die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Industriestandort. Im Juli 2001 wurden Teile der Stadt von einem Taifun verwüstet.

Die Einwohnerzahl beträgt etwa 1,62 Millionen.