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| 2. | Physische Geographie |
Korsika hat eine Fläche von 8 680 Quadratkilometern. Die Insel erstreckt sich vom Cap Corse im Norden bis zum Cap Pertusatro im Süden über 185 Kilometer, die maximale Ost-West-Ausdehnung beträgt 85 Kilometer.
Das gebirgige Landesinnere wird von schroffen Gipfeln, tief eingeschnittenen Schluchten und einigen Karseen (u. a. Lac de Nino und Lac de Rotondo) geprägt. Höchste Erhebung ist der Monte Cinto (2 710 Meter), weitere Berge mit Höhen von mehr als 2 300 Metern sind Monte Rotondo, Paglia d’Orba, Monte d’Oro und Monte Renoso. Während die Gebirgsketten im Westen überwiegend aus Porphyr und Granit aufgebaut sind, steht im Norden und Osten überwiegend Schiefer an. Die Westküste ist felsig und buchtenreich, die nur schwach gegliederte Ostküste ist relativ flach und umfasst einige Strandseen (u. a. Etang de Biguglia, Etang de Palo und Etang d’Urbino). Zahlreiche Wildbäche stürzen von den Bergen herab. Die bedeutendsten Flüsse sind der Golo und der Tavignano. Im Hochsommer versiegen viele der kürzeren Flüsse.
In Korsika herrscht ausgeprägtes Mittelmeerklima, in größeren Höhen weist das Klima kontinentalen Charakter auf. Etwa die Hälfte der Insel ist mit Macchie bedeckt, jeweils rund ein Fünftel von Korsika ist bewaldet bzw. wird als Weideland genutzt. In den küstennahen Bereichen gedeihen Ölbäume, Zitrusfrüchte sowie Feigen- und Mandelbäume, ab einer Höhe von circa 600 Metern treten verbreitet Edelkastanien auf, darüber dominieren Kiefern und ab rund 1 200 Metern bis zur Baumgrenze Buchen.