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| 4. | Der Kosmos |
Im April 1804 verließ Humboldt Südamerika. Die folgenden zwanzig Jahre verbrachte er in Paris, wo er sich mit dem Verfassen und der Herausgabe seines 30 Bände umfassenden Reisewerkes beschäftigte. Inzwischen hatten seine Unternehmungen sein Vermögen aufgezehrt. 1827 kehrte er deshalb nach Berlin zurück, wo er als Kammerherr in den Dienst des preußischen Königs trat. In Berlin förderte Humboldt zahlreiche junge Naturforscher und initiierte neue Forschungsreisen in alle Teile der Welt. Er selbst unternahm nur noch eine größere Reise, die ihn 1829 gemeinsam mit dem Mineralogen Gustav Rose (1798-1873) und dem Biologen Christian Gottfried Ehrenberg (1795-1876) nach Russland und Sibirien führte.
Ein Anliegen Humboldts war auch die Volksbildung. Im Winter 1827/28 hielt er in Berlin öffentliche Vorlesungen über physikalische Geographie, aus denen sein bekanntestes Werk, der Kosmos, hervorging. Das fünfbändige Werk erschien 1862. Dieser „Entwurf einer physischen Weltbeschreibung” war eine zusammenfassende Darstellung der naturwissenschaftlichen Erkenntnisse seiner Zeit. Humboldt starb am 6. Mai 1859 in Berlin.