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Maschinengewehr
1. Einleitung

Maschinengewehr (MG), tragbare, vollautomatische Feuerwaffe, mit der durch einmaliges Betätigen des Abzugs Dauerfeuer gegeben werden kann. Als Munition für Maschinengewehre wird zumeist normale Gewehrmunition vom Kaliber 7,62 Millimeter verwendet. Maschinengewehre haben eine Feuergeschwindigkeit von 550 bis zu 1 500 Schuss pro Minute. Sie eignen sich zum Einsatz auf Entfernungen von bis zu 1 200 Metern. Überschwere Maschinengewehre werden als Panzerbordwaffen für Entfernungen von bis zu 1 800 Metern eingesetzt.

2. Entwicklung

Vorläufer des Maschinengewehrs waren die französische Montigny-Mitrailleuse (1851) und das amerikanische Gatling-Maschinengewehr (1862), die durch das Drehen einer Handkurbel abgefeuert wurden. In den achtziger Jahren des 19. Jahrhunderts entwickelte der amerikanisch-britische Ingenieur Hiram Stevens Maxim eine schwere Gewehr-Kugelspritze, die auf Karren oder Dreibeine montiert wurde. Nach demselben Prinzip wie das Maschinengewehr funktionieren Maschinenkanonen, die zunächst vorrangig als Bewaffnung von Kriegsschiffen dienten und später als Flugabwehrwaffe eingesetzt wurden. Leichtere, auf ein Zweibein zu montierende Maschinengewehre wurden erstmals im 1. Weltkrieg eingesetzt.