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| 2. | Land |
Das Staatsgebiet von Guyana erstreckt sich in der Großlandschaft Guayana. Die Küste hat eine Länge von 459 Kilometern.
| 1. | Physische Geographie |
Guyana gliedert sich in drei Naturräume: Küstentiefland, Hügelland und Gebirgsland. Die bis etwa 70 Kilometer breite Küstenebene liegt zum größten Teil bis 1,5 Meter unter dem Meeresspiegel und ist durch Dämme und Deiche geschützt. Südlich davon schließt sich Hügelland an, das nach Süden und Westen in die Ausläufer des Berglandes von Guayana übergeht. Die im Westen gelegene Sierra Pacaraima weist gebirgigeren Charakter auf als die weit nach Brasilien hineinreichende Serra Acaraí im Süden. Höchste Erhebung von Guyana ist der im Grenzgebiet zu Brasilien und Venezuela aufragende Roraima mit einer Höhe von 2 810 Metern.
Längster Fluss des Landes ist der Essequibo mit 1 010 Kilometern. Weitere Flüsse sind u. a. Demerara, Courantyne und Berbice; sie durchziehen Guyana von Süden nach Norden und sind im Unterlauf schiffbar. Einige Flüsse bilden spektakuläre Wasserfälle, wie z. B. die 226 Meter hohen Kaieteur Falls im Potaro. Höchster Wasserfall des Landes sind die 488 Meter hohen King George VI Falls.
| 2. | Klima |
Guyana hat ein tropisches Klima, das an der Küste durch den Passat beeinflusst wird. Die mittlere Jahrestemperatur der an der Atlantikküste gelegenen Stadt Georgetown beträgt 27 °C, die Abweichungen vom Mittelwert sind im Jahresverlauf gering. Im Norden von Guyana liegen die Jahresniederschläge zwischen 2 000 und 3 000 Millimetern, mit zunehmender Entfernung von der Küste nehmen sie auf etwa 1 500 Millimeter ab. Der überwiegende Teil des Niederschlags fällt in den beiden Regenzeiten von April bis August sowie im Dezember/Januar.
| 3. | Flora und Fauna |
Insbesondere die Flora und Fauna der Regenwälder ist überaus artenreich und umfasst zahlreiche endemische Arten. In den Wäldern gedeihen u. a. Baumfarne, Flechten, Ananasgewächse (Bromeliaceen), Krappgewächse und Pfeilwurzgewächse. Eine als Greenheart bezeichnete Baumart aus der Familie der Lorbeergewächse ist das wichtigste Handelsholz Guyanas. Neben Palmen sind Amarante (Familie Hülsenfrüchtler) und Krukenbaum (Deckeltopfgewächse) weitere wichtige Baumarten. Die Riesenseerose mit ihren fast zwei Meter breiten Blättern ist die Nationalblume Guyanas.
Die Säugetierfauna umfasst 252 Arten, zu den bemerkenswerten Säugetieren gehören Jaguare, Ozelots, Pumas, Waldhunde, Brillenbären, Riesenotter, Brüllaffen, Tapire, Gürteltiere, Faultiere, Ameisenbären, Agutis, Pekaris, Capybaras und Manatis. In Guyana leben 777 Vogelarten, u. a. Tukane, Papageien, Kolibris, Schmuckvögel, Prachtfregattvögel, Amazonasfischer, Amerika-Schlangenhalsvögel, Harpyien (siehe Adler), Würgadler, Fledermausfalken, Truthahngeier, Tangaren und Tyrannen. Reptilien sind durch Leguane, Chamäleons, Kaimane und viele Schlangenarten repräsentiert.