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Maximilien de Robespierre

Maximilien de Robespierre (1758-1794), französischer Politiker zur Zeit der Französischen Revolution. Robespierre wurde am 6. Mai 1758 in Arras geboren. Ab 1781 war er als Advokat in seiner Geburtsstadt tätig. 1789 wurde er Deputierter des Dritten Standes in den Generalständen, anschließend gehörte er der Konstituierenden Nationalversammlung an, und nach dem Sturm auf die Tuilerien 1792 wurde er Mitglied der Pariser Kommune und des Nationalkonvents. Er gehörte zur Führungsriege im Klub der Jakobiner, wo er durch Reden auf sich aufmerksam machte, die von den Ideen Jean-Jacques Rousseaus beeinflusst waren, und er war einer der Führer der radikalen Bergpartei im Konvent. Robespierre betrieb Ende 1792 im Konvent maßgeblich die Hinrichtung Ludwigs XVI., und im Mai/Juni 1793 stürzte er mit Hilfe der Sansculotten die Girondisten, die sich im Gegensatz zu Robespierre für einen Krieg gegen Österreich und Preußen ausgesprochen hatten. Ab Juli 1793 gehörte Robespierre dem Wohlfahrtsausschuss an. Dort konnte er sukzessive seine Macht ausbauen; als Vorsitzender des Wohlfahrtsausschusses verfügte er schließlich faktisch über diktatorische Macht. Seine Schreckensherrschaft (La Terreur) rechtfertigte er als Notwendigkeit, um die Krise von 1793 bewältigen zu können. Im Frühjahr 1794 schaltete er seine politischen Gegner aus (u. a. Jacques René Hébert, Camille Desmoulins und Georges Jacques Danton), indem er sie anklagen, verurteilen und hinrichten ließ. Robespierres zunehmend von Terror begleitete Herrschaft (La Grande Terreur) führte schließlich im Juli 1794 zu seinem Sturz durch den Konvent. Einen Tag nach seiner Verhaftung am 27. Juli 1794 (nach dem französischen Revolutionskalender der 9. Thermidor) wurde er gemeinsam mit seinen Anhängern und seinem Bruder Augustin in Paris durch die Guillotine hingerichtet.