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Mangrovenbaum, verschiedene tropische Gehölze aus drei Familien der Blütenpflanzen, die in flachem, schlickigem Salz- oder Brackwasser an tropischen Küsten – vor allem bei geringen Gezeitenschwankungen – und Flussmündungen die aus wenigen Arten bestehende Pflanzenformation der Mangrove (siehe Regenwald: Regenwaldtypen) bilden. Die wichtigste Gattung trägt den botanischen Namen Rhizophora, deutsch wird sie häufig als Mangrovenbaum bezeichnet. Kennzeichnend sind ihre zahlreichen, miteinander verflochtenen, bogenförmigen Stelzwurzeln, die bei Niedrigwasser deutlich sichtbar aus dem Wasser ragen. Bei den anderen beiden Gattungen, die keinen deutschen Namen tragen, sind die Wurzeln spitz und senkrecht nach oben gerichtet, man nennt sie manchmal „Spargelwurzeln”. Bei all diesen spezialisierten Wurzeln handelt es sich um Luftwurzeln (Pneumatophoren), die der Pflanze zusätzlichen Sauerstoff zuführen. Die am weitesten verbreitete und bedeutendste Art, Rhizophora mangle, liefert ein rötliches Holz. Sie dient zur Herstellung von Holzkohle und zur Gewinnung von Tanninen (Gerbsäuren), die bei der Lederherstellung verwendet werden. Die Entwicklung der Samen verläuft insofern ungewöhnlich, als sie noch auf der Mutterpflanze auskeimen und dort zu einem bis zu 30 Zentimeter langen Keimling heranwachsen. Der längliche, zigarrenförmige Keimling ist an der Wurzelseite schwerer als an der beblätterten Seite. Fällt er bei der „Reife” von der Mutterpflanze, so verwurzelt er sich im Schlick unter ihr und wächst dort weiter.
Systematische Einordnung: Mangrovenbäume gehören zu den Familien Rhizophoraceae (dazu zählt auch Rhizophora mangle), Combretaceae und Verbenaceae (siehe Eisenkrautgewächse), letztere mit der häufigen Art Avicennia germinans.