| Südkorea | Artikelansicht | ||||
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| 2. | Land |
Das Land erstreckt sich in Nord-Süd-Richtung über circa 500 Kilometer, die West-Ost-Ausdehnung beträgt etwa 300 Kilometer. Größte der Inseln ist Cheju mit einer Fläche von 1 845 Quadratkilometern.
| 1. | Physische Geographie |
Südkorea ist überwiegend gebirgig. Hauptgebirgszug ist der Taebaek-San Maek, der sich in Nord-Süd-Richtung parallel zur Ostküste erstreckt. Von Westen her steigt er von einer bis 100 Kilometer breiten Küstenebene allmählich an, im Osten fällt er steil zur Küste ab. Die höchste Erhebung des Landes ist der Halla-san (1 950 Meter) auf der Insel Cheju. Im Unterschied zur Ostküste sind die Süd- und Westküste stark durch Buchten und Landvorsprünge gegliedert.
| 2. | Flüsse und Seen |
Die meisten längeren Flüsse entspringen im Taebaek-San Maek; der Naktong (mit 526 Kilometern längster Fluss des Landes), fließt nach Süden in die Koreastraße, der Han nach Nordwesten in das Gelbe Meer. Weitere bedeutende Flüsse sind Kum, Yongsan und Tongjin. Das Staatsgebiet umfasst keine größeren Seen.
| 3. | Klima |
Südkorea wird von kühl-gemäßigtem Klima mit kalten, trockenen Wintern und heißen, niederschlagsreichen Sommern geprägt. Die mittlere Temperatur beträgt in Seoul im Januar -5 °C, im Juli 25 °C; in den südlichen Landesteilen sind die Temperaturschwankungen im Jahresverlauf etwas geringer.
Der mittlere Jahresniederschlag liegt landesweit bei etwa 1 000 Millimetern; am geringsten ist er an der Ostküste, wo in trockenen Jahren 700 Millimeter unterschritten werden können. Die Niederschläge konzentrieren sich auf die Sommermonate (Juni bis August). An der Südküste, die bereits subtropisches Klima aufweist, treten im Spätsommer Taifune auf, die kräftige Stürme und heftige Regenfälle mit sich bringen.
| 4. | Flora und Fauna |
Etwa zwei Drittel des Landes sind bewaldet. Die ursprünglichen Mischwälder mit Eichen, Ahorn, Buchen, Ulmen, Pappeln, Fichten und Espen sind an vielen Stellen einem Sekundärwald gewichen, da sehr viel Wald dem Brennholzbedarf und dem Brandrodungsfeldbau zum Opfer gefallen ist. In höheren Lagen schließt Nadelwald mit Fichten und Lärchen an. An der subtropisch geprägten Südküste gedeihen Bambus, Lorbeer und immergrüne Eichen.
Die Großraubtiere Tiger, Leopard und Kragenbär waren auf der gesamten koreanischen Halbinsel verbreitet; durch Abholzung und Wilderei sind sie praktisch aus Südkorea verschwunden, besiedeln heute allerdings neben anderen bedrohten Arten die 4×250 Kilometer große entmilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea. In den Wäldern leben Luchse und Bengalkatzen, an den Küsten gibt es Largha-Seehunde. Bemerkenswerte Vogelarten sind Mandarinente, Weißbauch-Schwarzspecht, Mandschurenkranich und Halsring-Zwergohreule. 3,9 Prozent der Staatsfläche Südkoreas stehen unter Naturschutz.