Südkorea
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Südkorea
3. Bevölkerung

Die Bevölkerungsstruktur des Landes ist sehr homogen. Südkorea hat etwa 49,23 Millionen Einwohner (2008), davon sind mehr als 99 Prozent Koreaner. Die Bevölkerungsdichte beträgt 501 Einwohner pro Quadratkilometer. Der jährliche Bevölkerungszuwachs ist seit den sechziger Jahren beständig zurückgegangen und lag 2008 bei 0,4 Prozent. Der größte Teil der Bevölkerung lebt in den Küstenregionen im Süden und Westen.

Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt 77,4 Jahre (Männer 74 Jahre, Frauen 81,1 Jahre; 2008). Die Verstädterung hat seit den sechziger Jahren – vor allem durch Landflucht – rasch zugenommen; heute leben 81 Prozent der Bevölkerung in Städten. Seit der Gründung von Nordkorea haben etwa vier Millionen Flüchtlinge die Grenze nach Südkorea überschritten. Dieser Bevölkerungszuwachs wurde durch die Auswanderung, besonders nach Japan und in die Vereinigten Staaten, teilweise wieder aufgehoben.

1. Wichtige Städte

Das bedeutendste Industriezentrum ist die Hauptstadt Seoul (9,71 Millionen Einwohner). Weitere große Städte sind Pusan (3,66 Millionen), der Hauptseehafen; Taegu (2,51 Millionen), ein Zentrum der Textilindustrie; Incheon (2,63 Millionen), der größte Hafen am Gelben Meer, Taejŏn, ein Standort von chemischer Industrie (1,48 Millionen), und Kwangju (1,41 Millionen), ein altes Handels- und Verwaltungszentrum.

2. Sprache

Die Amtssprache ist Koreanisch. Sie wird sowohl in Südkorea als auch in Nordkorea gesprochen und wird in Han'gul (in Nordkorea Chosun) geschrieben. Dieses phonetische Alphabet wurde Mitte des 15. Jahrhunderts geschaffen, da das klassische Chinesisch (die einzige in der Region bekannte Sprache mit einer Schriftform) schwer zu lernen war. Der Wortschatz des Koreanischen enthält viele chinesische Wörter, und in Zeitungen und Regierungsdokumenten werden viele chinesische Zeichen zusammen mit der Han'gul-Schrift verwendet. Englisch und Japanisch dienen als Handelssprachen.

3. Religion

Etwa 47 Prozent sind Anhänger verschiedener Richtungen des Buddhismus, circa 49 Prozent der Koreaner bekennen sich zum Christentum, die meisten von ihnen sind Protestanten, 3 Prozent gehören dem Konfuzianismus an. Von Bedeutung ist außerdem die koreanische Vereinigungskirche, die allerdings nicht allzu verbreitet ist. Weitere Glaubensrichtungen sind Wonbulgyo, Daoismus und Schamanismus.

3.1. Feiertage

Das Neujahrsfest dauert vom 1. bis zum 2. Januar. Die Familien kommen zusammen, um Geschenke auszutauschen, die Toten zu ehren und große Festessen zu veranstalten. Ein anderes wichtiges Familienfest ist Ch’usok, das koreanische Dankesfest, an dem die Familienmitglieder das Grab ihrer Vorfahren besuchen und Speisen zu Ehren der Toten darbringen. Weitere Feiertage sind der Tag der Unabhängigkeitsbewegung (1. März), der Tag der Kinder (5. Mai), der Geburtstag Buddhas (im Mai, das Datum wird nach dem Mondkalender bestimmt), der Heldengedenktag (6. Juni), der Tag der Verfassung (17. Juli), der Tag der Befreiung (15. August), der Tag der Staatsgründung (3. Oktober) und Weihnachten (25. Dezember).

4. Soziales

Etwa 0,8 Prozent des Staatshaushaltes werden für das Gesundheits- und Sozialwesen ausgegeben. Seit 1989 besteht für alle Koreaner ein gut ausgebautes Krankenversicherungssystem. Die medizinische Versorgung ist gut. Auf einen Arzt kommen 554 Einwohner. Die Kindersterblichkeitsrate beträgt 5,9 Sterbefälle pro 1 000 Lebendgeburten. Ein nicht sehr umfangreiches Sozialversicherungssystem wird staatlich unterstützt. Ein Programm mit einer beschränkten Zahl an Berechtigten zahlt Alters- und Berufsunfähigkeitsrenten. Eine Arbeitslosenversicherung gibt es nicht. Die Arbeitslosenquote liegt bei 3,5 Prozent.