| Suchansicht | Mohikaner | Artikelansicht |
Mohikaner, englisch Mohegan, nordamerikanische Indianer aus der Algonkin-Sprachfamilie, die zu den Kulturen der östlichen Waldgebiete gezählt werden. Bei der Ankunft der ersten europäischen Siedler in Neuengland lebten die Mohikaner auf einem Territorium, das heute zum östlichen Teil von Connecticut (USA) gehört. Sie verbündeten sich mit den Engländern gegen andere Indianergruppen. Um 1700 waren sie die letzte indianische Ethnie, die noch im Süden Neuenglands lebte.
Die Mohikaner ernährten sich vorwiegend von Jagd, Fischfang und Landwirtschaft; Mais war ihr Hauptnahrungsmittel. Durch die Kolonisierungsstrategie weißer Siedler ging ihre Zahl immer mehr zurück. Heute leben noch etwa 500 stark mit anderen Indianern vermischte Mohikaner in der Nähe von Norwich (Connecticut). Der amerikanische Romancier James Fenimore Cooper schuf den Mohikanern in seinem Buch The last of the Mohicans (Der letzte Mohikaner) 1826 ein literarisches Denkmal.