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| 2. | Land |
Puerto Rico umfasst eine Fläche von 8 959 Quadratkilometern. Die größte Ausdehnung der Hauptinsel beträgt in Ost-West-Richtung etwa 180 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung rund 65 Kilometer. Die höchste Erhebung ist der Cerro de Punta mit einer Höhe von 1 338 Metern.
| 1. | Physische Geographie |
Puerto Rico ist überaus gebirgig. Eine zentrale Bergkette durchzieht nahezu die gesamte Insel in Ost-West-Richtung. Die durchschnittliche Höhe dieses Gebirges, zu dem auch die Cordillera Central und die Sierra de Luquillo gehören, beträgt etwa 915 Meter. Im Norden und Süden sind ausgedehnte Küstenebenen entwickelt. Einige der kurzen Flüsse werden zur Energieerzeugung aufgestaut.
| 2. | Klima |
Puerto Rico liegt im Einflussbereich der Passatwinde. Die Lage in den Randtropen bewirkt einen ausgeprägten Wechsel von Regen- und Trockenzeit. Während die Sommer eher feucht sind, werden die Winter überwiegend durch Trockenheit geprägt. Die durchschnittliche Jahrestemperatur beträgt in der im Norden liegenden Stadt San Juan etwa 26° C. Die tiefste jemals gemessene Temperatur lag bei 4,4° C, ermittelt 1911 auf der Insel Aibonito. Die höchste Temperatur betrug 39,4° C, im Jahr 1906 bei San Lorenzo gemessen. Puerto Rico wird insbesondere zwischen August und Oktober mitunter von aus dem Osten kommenden verheerenden Wirbelstürmen heimgesucht.
| 3. | Flora und Fauna |
Auf Puerto Rico wachsen mehrere tausend verschiedene tropische Pflanzenarten. Dazu gehören der Kapokbaum mit seinem dicken Stamm, die Poinciana (ein stacheliger tropischer Busch mit rot glänzenden Blüten), der Brotfruchtbaum und die Kokospalme. Im tropischen Regenwald im Nordosten der Insel wachsen Baumfarne, Orchideen und Mahagonibäume. Ein Teil dieses Gebiets gehört zum Caribbean National Forest. Im trockenen Südwestteil der Insel finden Kakteen einen geeigneten Lebensraum.
Auf Puerto Rico gibt es keine großen Raubtiere. Zur Eindämmung der Rattenplage auf den Zuckerrohrplantagen wurde der Mungo auf die Insel gebracht. Neben zahlreichen Leguanen, kleinen Eidechsen und Fledermäusen ist auf der Insel auch ein Tier beheimatet, das sich sonst fast nirgends auf der Welt findet: das Coquí, ein kleiner Frosch, der in der Nacht laut und gut vernehmlich von den Ästen der Bäume herunter „singt”. In den Küstengewässern leben Barrakuda, Königsdorsch, Meeräsche, Makrele, Thunfisch, Hummer und Austern.